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Bildverarbeitungswissen vom Experten
Eigene Bildverarbeitungsspezialisten beschäftigt HLM nicht. «Wir setzen diese Technologie zwar schon seit rund 20 Jahren ein und haben daher auch einiges an Erfahrung zu diesem Thema gesammelt, aber wir vertrauen hier schon seit vielen Jahren auf das Know-how und die fundierte Beratung unseres Partners Stemmer Imaging», betont Mathias Leuthold.
Dies gilt nach seiner Aussage besonders auch für die kürzlich erfolgte Umstellung auf Embedded-PC-basierte Systeme, wo sich die Schweizer Niederlassung von Stemmer vor allem um die optimale Auswahl aller Bildverarbeitungskomponenten kümmerte. Eine Machbarkeitsstudie führte dann zu einer Empfehlung, welche Bildverarbeitungsprodukte für die neue Anlagengeneration optimal geeignet sind.
«Wir haben diese Auswahl geprüft und dann zugestimmt und sind mit den Ergebnissen der ersten Anlage hoch zufrieden», freut sich Mathias Leuthold über die gute Zusammenarbeit. Einen Service hebt er zudem besonders hervor: «Alle Komponenten hat uns Stemmer bereits vorkonfiguriert und getestet geliefert, was unseren Aufwand bei der Realisierung der Anlage deutlich reduziert hat.»
Zum Einsatz kommt in der neuen Anlagengeneration pro Linie eine Kamera Genie Nano von Teledyne Dalsa, die über Lichtschranken getriggert wird. Ausgestattet mit einer passenden Optik von Lensation sind diese Kameras unterhalb der Transportbahnen angeordnet. Ausschlaggebend für die Auswahl der Genie Nano war, dass diese Kameras alle Anforderungen in puncto Leistung, Auflösung und Geschwindigkeit erfüllten und zudem preislich attraktiv waren.
Die ebenfalls per Lichtschranke getriggerten LED-Beleuchtungen sind oberhalb der Prüfstationen in die Anlagen integriert, so dass die Behälter im Durchlichtverfahren inspiziert werden können. Sie wurden von Stemmer speziell für die vorliegenden Anforderungen entwickelt. «Für diesen Einsatzfall waren eine bestimmte Grösse und ein festgelegter Beleuchtungswinkel erforderlich. Es gibt keine Standardbeleuchtung, die diese Anforderungen erfüllt, daher haben wir in diesem Fall eine kundenspezifische Beleuchtung für Leuthold Mechanik entwickelt», begründet Claudio Sager, Geschäftsführer der Schweizer Niederlassung von Stemmer, diesen Schritt.
Der Embedded-PC, der die Auswertung aller Bilder der vier Linien übernimmt und darüber hinaus über den so genannten Real Time Manager für die Steuerung der Anlage sorgt, ist eine Sonderanfertigung des Schweizer Elektronikherstellers Worx. Er hat einiges an Rechenleistung zu bewältigen: Bei dieser Anlage muss er pro Minute und Bahn 120 Bilder auswerten und die Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit an die Ausschleusestationen weitergeben, damit fehlerhafte Behälter sofort aussortiert werden können. Die Auswertung der Bilder erfolgt dabei über die Bildverarbeitungssoftware Common Vision Blox (CVB) von Stemmer.
«Auch bei dieser zentralen Komponente war das Applikations-Know-how von Stemmer entscheidend, um die perfekte Lösung für uns zu finden», lobt Mathias Leuthold die Zusammenarbeit mit seinem Bildverarbeitungspartner. Wichtig war dabei nach seinen Worten auch die gute Kooperation mit Worx, wo die Einrichtung der Software und die Programmierung des Embedded-PC exakt nach den Vorgaben von Leuthold Mechanik erfolgten.
Aktuell stellt der Ingenieur mit seinen Kollegen die zweite Anlage der neuen PC-basierten Generation fertig, die nach einer Schulung zur Anlagenbedienung schon in wenigen Tagen bei einem Kunden in Österreich mit der Produktion starten wird. «Und es werden noch viele weitere folgen», ist sich Leuthold sicher. SMM
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