Bosch Rexroth mit Umsatzrekord

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Ausbau von Kapazitäten und Mitarbeiter

„Wir konnten dieses Wachstum nur erreichen, weil wir in der Krise die Kernmannschaft an Bord gehalten und in den vergangenen Jahren weiter massiv in zusätzliche Kapazitäten und Mitarbeiter investiert haben“, erklärte Tragl. Bosch Rexroth hat 2011 weltweit in den Ausbau von Fertigung und Entwicklung investiert. In Wujin, China, verdoppelt das Unternehmen die Kapazitäten und im indischen Ahmedabad begann der Bau eines neuen und grösseren Werks. Mit dem Kauf eines zusätzlichen Gebäudes verdoppelt Bosch Rexroth die Produktionsfläche des Werkes Fountain Inn in South Carolina, USA. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung ist auch die weltweite Mitarbeiterzahl zum Jahreswechsel um nahezu 3500 auf mehr als 38.000 gestiegen. Der grösste Zuwachs fand in Deutschland statt. Dort kamen 1490 Mitarbeiter hinzu. Einen deutlichen Anstieg gab es erneut in der Wachstumsregion Asien-Pazifik. Dort beschäftigt Bosch Rexroth 1.080 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor. In Europa außerhalb Deutschlands hat das Unternehmen weitere 588 Mitarbeiter eingestellt sowie in Nord- und Südamerika 325 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Alle Unternehmensbereiche gewachsen

Alle drei Unternehmensbereiche haben zum Wachstum des Unternehmens beigetragen: Der Geschäftsbereich Mobile Applications leistete den grössten Beitrag und baute, laut Unternehmensangaben seine Weltmarktführerschaft aus. Industrial Applications konnte in nahezu allen Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus deutlich zulegen. Renewable Energies erweiterte die Produktpalette an Getriebe- und Antriebslösungen für Windenergieanlagen um Dienstleistungen, beispielsweise Fernüberwachung, die dazu beitragen, dass Stillstände vermieden werden können.

Regional setzte sich 2011 die Verschiebung der wirtschaftlichen Gewichte Richtung Asien und Südamerika fort. Dort hat Bosch Rexroth konsequent die lokale Wertschöpfung ausgebaut und erschloss sich damit zusätzliche Potenziale. „Wachstumsmärkte und -branchen bedienen wir mit einer grossen Bandbreite an Produkten und Lösungen“, hob Tragl hervor. So biete das Unternehmen zahlreiche Systemlösungen, mit denen Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen die weltweit verschärften Abgasemissionsgrenzen einhalten können.

Verlagerung von Funktionen in die Software

„Der Zeitraum von der ersten Idee bis zur Auslieferung der Maschine ist ein kaufentscheidender Faktor. Gerade im Engineering liegen die grössten Rationalisierungspotenziale“, unterstrich Tragl. Darum lege Bosch Rexroth einen Schwerpunkt in Forschung und Entwicklung auf die Elektrifizierung aller Antriebstechnologien und die Verlagerung von Funktionen in die Software. Dazu verdoppelt die Business Unit Industrial Applications die Zahl der Software- und Elektronikentwickler. Die neuen Entwicklungsingenieure werden in Deutschland, China, Indien und Slowenien arbeiten.

Insgesamt wendete Bosch Rexroth mehr als 312 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung auf. Dabei baut das Unternehmen das internationale F&E-Netzwerk vor allem in den Wachstumsregionen aus. Vor Ort werden Innovationen entwickelt, die auf regionale Anforderungen zugeschnitten sind. Damit gelingt es zunehmend, neue Marktsegmente zu erschliessen. So haben die chinesischen Rexroth-Ingenieure einen energiesparenden Antrieb für Hydraulikaggregate realisiert, der vor Ort beispielsweise in Kunststoffmaschinen zum Einsatz kommt. Darüber hinaus wirkte das Unternehmen als Entwicklungspartner an der weltweit grössten marinen Hebeeinrichtung mit – ein Spezialschiff, das Offshore-Plattformen in einem Stück anheben und an Land zur sicheren Demontage transportieren kann. <<

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