Zeitmesstechnik Brite fordert Schweizer Uhrenbranche heraus
Messtechnik ist in der Regel eher funktional. Ein Zeitmesser (für's Handgelenk) kann und sollte aber auch edel sein. Mit einem eigenen mechanischen Uhrwerk will der britische Armbanduhrenspezialist Chris Ward den etablierten Schweizer Nobelherstellern jetzt die Stirn bieten.
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Die britische Luxusuhrenmarke Christopher Ward in London hat die weltweit 23 Mrd. Dollar umsetzende Schweizer Uhrenbranche durch die Bekanntgabe der Entwicklung eines eigenen Uhrwerks mit dem Namen Calibre SH21 in Staunen versetzt.
Chris Ward, Mitbegründer der gleichnamigen Marke, beschreibt dies recht selbstbewusst als „die wahrscheinlich wichtigste Entwicklung in der Uhrenbranche seitens einer britischen Marke in den letzten 50 Jahren“.
Neues Geschäftsmodell: Luxusuhren aus dem Online-Shop
Das 2004 gegründete Unternehmen Christopher Ward legte als weltweit erste ausschliesslich online operierende Luxusuhrenmarke den Grundstein für ein radikal neues Geschäftsmodell. Etwa 40 % des Umsatzes werden im Ausland erzielt; der grösste Absatzmarkt sind die USA. Christopher Ward verkauft mehr mechanische Uhren als jede andere Marke mit Sitz in Grossbritannien.
Trotz der Jugend und Unabhängigkeit der Marke ist es dem Unternehmen jetzt gelungen, mit der Einführung seines eigenen Uhrwerks Calibre SH21 sehr hohes technisches Niveau zu erreichen. Mike France, einer der drei Mitbegründer von Christopher Ward, erläutert die hohe Bedeutung dieser Markteinführung: „Letztes Jahr hat der CEO einer grossen Schweizer Luxusuhrenmarke Gerüchte über Calibre SH21 gehört und bemerkte sichtlich gekränkt: Was gibt Ihnen das Recht dazu? Wir selbst geben uns das Recht dazu.“
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