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Machtverlust der Unternehmen schürt Ängste!
Mit Social Media erfolgt die Online-Kommunikation nicht mehr ausschliesslich über die offiziellen Kanäle von Unternehmen und den Medien, sondern vor allem zwischen den Kunden. Man kann auch von kontroverser digitaler Mundpropaganda sprechen. Die Demokratisierung im Internet bedeutet aber auch Machtverlust der Unternehmen und das schürt Ängste bei den Verantwortlichen. Wie soll man damit umgehen? Authentische Unternehmungen, welche einen offenen und glaubwürdigen Dialog führen sind sicher gut beraten. Für frustrierte Kunden sollte eine Anlaufstelle für einen konstruktiven Dialog geschaffen werden. In grösseren Unternehmen entstehen dafür neue Stellen wie die des „Chief Listening Officer“, welche die Aufgabe haben online bei Facebook, Twitter & Co „zu zuhören“ um zeitnah und angemessen darauf reagieren zu können. Es sind vor allem Dienstleister und E-Commerce Anbieter die Social Media als geeignetes Umfeld entdeckt haben und in diese Richtung aktiv sind. Es gibt aber auch Branchen bei denen Social Media (noch?) kaum ein Thema ist.
Social Media im industriellen Umfeld?
Um nun aber auf die Frage über den Sinn von Social Media im industriellen Umfeld zurück zu kommen, müssen wir die vielen Umfragen beachten. Obwohl diese verschiedene Themen ausleuchten, kommen sie einstimmig zum Schluss, dass Social Media als Teil der Privatsphäre anzusiedeln ist. Hauptsächlich steht die Pflege und die Kommunikation mit Privaten Kontakten und Freunden im Vordergrund. Nutzer informieren sich bis anhin tatsächlich kaum über Unternehmen, Produkte und Marken. Weshalb sollte also ein Anbieter von Investitionsgütern in Social Media aktiv werden? Natürlich sind alle Kunden und Lieferanten auch soziale Personen. Doch ob die Vermischung von privatem und geschäftlichem von den Nutzern wirklich gewünscht wird, darf ruhig bezweifelt werden. Wenn dieses grundsätzliche Bedürfnis fehlt, werden Bemühungen in diesem Bereich wohl kaum Erfolg haben und die Investitionen könnten sinnvoller eingesetzt werden.
Ein anderer Fall ist es, wenn wir als Privatperson Produkte und Leistungen beziehen. Dann sind Kunden privat angesprochen und es kann daraus durchaus ein Interesse entstehen sich mit diesem Unternehmen auch privat zu verbinden. Ein Unternehmen darf auch die Ablenkung durch die Öffnung von Social Media am Arbeitsplatz nicht unterschätzen. Wenn man weiss, wie die Konzentration und damit die Effizienz bereits durch E-Mails und Telefonate gestört werden, kann der Umgang mit Social Media ein weiterer ernst zu nehmender Störfaktor werden. In jedem Fall benötigt der Umgang mit Social Media klare Regeln für die Nutzung.
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