Industrie 4.0 in China Chinas Industrie lauert auf Industrie 4.0
Noch haben chinesische Industrieunternehmen Nachholbedarf auf dem Sektor Industrie 4.0. Doch das wird sich in den nächsten Jahren ändern, besagt eine Studie des Beratungsunternehmens Staufen AG. Helfen soll ein Förderprogramm der chinesischen Regierung. Das Vorbild ist Deutschland.
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Trotz aller Smartphone-Begeisterung und Digitalisierungs-Euphorie – in Sachen Industrie 4.0 hat China noch Aufholbedarf. Die dortigen Industriemanager sind zwar davon überzeugt, dass Industrie 4.0 auch im Reich der Mitte Geschäftsmodelle, Produktportfolios sowie F&E-Aktivitäten spürbar verändern und damit den wirtschaftlichen Erfolg vorantreiben wird. Allerdings befinden sich die chinesischen Unternehmen noch eher in der Beobachtungsphase. Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen «China – Industrie 4.0 Index», für den die Unternehmensberatung Staufen jüngst 100 Industrieunternehmen aus dem Reich der Mitte befragt hat.
Nur ein Bruchteil ist «4.0-tauglich»
Noch stehen die chinesischen Unternehmen erst am Anfang der Smart-Factory-Bewegung. Nur jede zehnte Firma hat den Weg in Richtung internetgestützte Echtzeit-Vernetzung von Objekten, Maschinen und Menschen bereits mit operativen Projekten angetreten. Doch die Betriebe liegen auf der Lauer. So ist die intelligente Fabrik bei 37 % von ihnen in der Beobachtungs- und Analysephase und weitere 9 % planen und testen sogar bereits.
Rund ein Drittel der chinesischen Firmen hat sich bislang noch nicht konkret mit Industrie 4.0 beschäftigt, doch das könnte sich bald ändern. «Die smarte Produktion dürfte sehr schnell in die Unternehmen einziehen, denn China will das Image als ‚Werkbank der Welt‘ lieber heute als morgen abschütteln», sagt Martin Haas, Vorstand der Staufen AG.
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