CKW-Reinigung: Betriebskosten gesunken

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Reinigungsprozess - eingebunden in Automatisierungskonzept

Eine Herausforderung bestand auch darin, die Anlage innerhalb weniger Tage aufzubauen und in das bestehende Automatisierungskonzept von Winkhaus einzubinden. Die Teile werden in Körben vom vorhergehenden Schleuderprozess direkt zur automatischen Be- und Entladeeinrichtung der Reinigungsanlage transportiert.

Für die unterschiedlichen Werkstücke sind in der Steuerung der Anlage verschiedene Reinigungsprogramme hinterlegt, die über eine Schnittstelle aus dem vorhergehenden Prozess angewählt werden. Je nach Programm erfolgt ein Fluten aus Behälter 1 und gegebenenfalls ein Feinreinigungsschritt aus dem zweiten Medienbehälter.

Während der Flutphasen kann zur Unterstützung der Reinigungswirkung ein Hochdruckumflut- und/oder Ultraschallreinigungszyklus stattfinden. Dadurch werden Späne und Öl auch aus den teilweise dichtgepackten Schüttgutchargen optimal entfernt. Abgeschlossen wird der Reinigungsprozess durch eine Dampfentfettungsphase mit anschliessender Vakuumtrocknung.

Die Medienaufbereitung bis ins Detail durchdacht

Um ein Höchstmass an Prozesssicherheit zu gewährleisten, wird die Türdichtung der Arbeitskammer vor jedem Arbeitszyklus geprüft. Während der Vakuumphase erfolgt eine permanente Überwachung der Lösemittelkonzentration in der Arbeitskammer und die Charge wird erst bei Unterschreiten des gesetzlichen Grenzwertes von 1g/m³ freigegeben.

Überzeugen konnte das von Roll vorgestellte Anlagenkonzept auch durch seine Me­dienaufbereitung: Die Destillationsanlage wird mit einem eingeflanschten, allseitig frei zugänglichen Heizrohr indirekt über Wasserdampf beheizt. Feinschmutz, der sich zwangsläufig am Boden der Destille sammelt, kann sich dadurch nur in sehr geringem Masse auf den Heizungen niederschlagen und verkrusten. Die Heizung ist ausserdem so ausgeführt, dass sie im Wartungsfall komplett als Einheit aus der Destille entnommen und ausserhalb der Anlage einfach und schnell gereinigt werden kann.

Ein zusätzlicher, zweiter Destillationskreislauf (Vakuum-Bypass-Destille) sorgt für einen kontinuierlichen Austrag des eingeschleppten Öls. Diese «Zusatzausstattung» gewährleistet einerseits den unterbrechungsfreien Betrieb der Anlage. Andererseits wird die Siedetemperatur durch den konstant niedrigen Ölgehalt im Destillensumpf auf geringem Niveau gehalten, was den Stabilisatorverbrauch deutlich reduziert. Einen Beitrag dazu leistet auch der Betrieb unter Vakuum.

Betriebskostensenkung durch energieeffizienten Betrieb

Ein weiterer Pluspunkt der Roll-Anlagentechnik liegt in der konsequenten Ausrichtung der Anlage auf niedrigen Energieverbrauch. Die zum Destillieren notwendige Energie wird nahezu vollständig über Wärmerückführung dem System zugeführt und zur Beheizung der Medientanks genutzt. Dadurch liegt der Stromverbrauch der Anlage bei einem Durchsatz von 400 kg/h bei nur 20 kW pro Stunde.

Autor

Doris Schulz, D-Korntal

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