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Markante Weiterentwicklungen
Die Entwicklungen auf Software- und Steuerungsebene haben sich in den letzten Jahren fortgesetzt, wovon die S141 profitiert. So wurden Mess-, Anfunkerkennungs-, Lade- und Handlingssysteme mit der Fanuc-Steuerung gekoppelt, so dass sie direkt aus der Bedienoberfläche heraus angesteuert werden können. Wolfgang Labus erklärt: «Fanuc gibt uns die Möglichkeit, unsere Messsteuerung, die Sensortechnik zur Prozessüberwachung sowie Anfunkerkennung und automatische Auswuchtsysteme voll in die Steuerung zu integrieren, was eine bedienerfreundliche, einheitliche Programmierung der verschiedenen Systeme erlaubt.» Auch der 15-Zoll-Touchscreen der Fanuc 31i-B erleichtert das intuitive Bedienen und Programmieren der Maschine. Alle Bedienungselemente sind übersichtlich und ergonomisch sinnvoll angeordnet. Für das einfache Einrichten nahe am Schleifprozess hat Studer ein prozessgerechtes Handbediengerät entwickelt, das problemlos mit der Fanuc-CNC zusammenarbeitet.
Die S141 zeichnet sich ausserdem durch fortschrittliche Antriebstechnik aus – mit Linearmotoren in allen Achsen. «Leider nicht von Fanuc», wie Wolfgang Labus bemerkt. «Es wäre natürlich ideal, wenn alles aus einem Haus kommt und in einem Leistungsverbund im Schaltschrank verbaut wäre. Aber es zeigt auch, dass Fanuc die Möglichkeit hat, in Ausnahmefällen Fremdprodukte zuzulassen, und die entsprechenden technischen Parameter zur Verfügung stellt, damit alle Antriebselemente optimal mit der Steuerung abgestimmt werden können.»
Partnerschaftliche Zusammenarbeit
Studer hat aufgrund der langjährigen Partnerschaft grosses Fanuc-Know-how im Haus. Doch bei Neuentwicklungen wie bei der S141 sind laut Wolfgang Labus die Steuerungs- und Antriebsspezialisten der Schweizer Niederlassung in Biel von Anfang an mit im Boot. In der Regel werden die Antriebe gemeinsam ausgelegt und die Steuerungsausstattung besprochen. «Die Unterstützung, die wir da erfahren, ist wirklich sehr gut», urteilt der Leiter Product Engineering. «Zuletzt haben wir sogar leihweise eine komplette Steuerung bekommen, um schon im Vorfeld der Prototypenfertigung Schnittstellen und andere Anforderungen an die CNC testen zu können.»
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass alle Basisfunktionen schon frühzeitig passen. Wenn die neue Maschine dann in Serie geht, werden meistens weitere Anpassungen notwendig, zum Beispiel Schnittstellen fürs Datenhandling der Kunden. Wolfgang Labus konkretisiert: «Immer häufiger wollen Kunden wissen, welches Werkstück wann und mit welcher Güte geschliffen wurde. Sie wollen die Maschinendaten und Messergebnisse dokumentiert haben, wozu passende Schnittstellen vorhanden sein müssen. Das ist eine Anforderung, die zukünftig immer wichtiger wird.»
Fanuc hat sich darauf eingestellt. In der Steuerungsgeneration Model B sind fast ein Dutzend Schnittstellenprotokolle verfügbar, so dass die CNC mit vielen peripheren Geräten kommunizieren kann. Neben dem üblichen Profibus steht seit kurzem auch ProfiNET zur Verfügung. Zudem werden FL-Net, EtherNet/IP, Fast Ethernet, MOD-Bus und weitere Protokolle unterstützt.
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