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Stirlingmotor punktet mit wenig Schadstoffen und ruhigen Laufgeräuschen
Der Stirlingmotor bietet eine Reihe von Vorteilen. Bei der stetigen äußeren Verbrennung entstehen weniger Schadstoffe als bei der schwer beherrschbaren Verbrennung im Benzin- oder Dieselmotor. Außerdem läuft der Motor relativ leise. Da im Inneren nichts verbrennt, bilden sich auch keine Ablagerungen. Das gewährleistet eine sehr hohe Lebensdauer.
Interessant auch, dass sich mit dem Stirlingmotor Solarenergie in mechanische und elektrische Energie umsetzen lässt. Gleichzeitig arbeiten die Motoren fast lautlos und vor allem erschütterungsfrei. Dadurch wiederum erhöht sich die Lebensdauer um ein Beträchtliches.
Erfahrungen aus fast 200 Jahren haben gezeigt, dass der Wirkungsgrad zumindest gleich, meist jedoch höher ist als bei den besten Dieselmotoren. Die Wirkungsgrade könnten sich in Zukunft dank neuer Werkstoffe wie beispielsweise Keramik weiter steigern lassen.
Wirtschaftlicher Betrieb des Stirlingmotors erfordert hohen Druck des Arbeitsgases
Angesichts dieser Vorteile erhebt sich die Frage, warum diese Form der Energieumwandlung nicht schon längst technisch genutzt wird, und auch auf wirtschaftlichem Gebiet.
Wenn man bei kleiner Baugröße und geringem Gewicht mit einem Stirlingmotor hohe Leistungen erzielen will, muss man das Arbeitsgas unter hohen Druck von rund 150 bar setzen. Wasserstoff oder Helium als Arbeitsgas verwenden und mit 3000 bis 4000 min–1 relativ hohe Drehzahlen erreichen. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten sind zum einen trockenlaufende Lager und Dichtungen. Weitere Schwierigkeiten liegen im Material für den Erhitzer, also den geschlossenen Gasbehälter, der bei Temperaturen bis zu 88 °C hitze- und druckbeständig sein muss.
Hilfe vom Kunststofflager-Spezialisten Igus: Durch den Einsatz von Kunstoffgleitlagern konnte ein ölfreier Betrieb des Stirlingmotors gewährleistet werden. Sowohl die Axiallagerung der Verdrängergestänge als auch die Gleitbeläge des Kolbens und sogar die Kolbenringe wurden aus dem Werktstoff Iglidur W300 gefertigt. Auf Dichtungen konnte somit völlig verzichtet werden.
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