KOF-Geschäftslageindikator Deutliche Aufhellung der Geschäftslage zu Jahresbeginn

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der KOF-Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft steigt im Januar den zweiten Monat in Folge. Durch die deutliche Aufhellung ist die Geschäftslage zu Beginn dieses Jahres wesentlich günstiger als zu Jahresbeginn 2025. Zudem sind die Unternehmen in ihren Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate optimistischer als bisher.

KOF-Geschäftslageindikator(Bild:  KOF Institut)
KOF-Geschäftslageindikator
(Bild: KOF Institut)

Der Anstieg des Geschäftslageindikators, der aus den KOF-Konjunkturumfragen berechnet wird, wird im Januar vor allem durch die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe getragen, wo sich die Geschäftslage markant verbessert. Dieser Sektor steht jedoch nicht allein mit seiner positiven Entwicklung da: Auch in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Grosshandel, Gastgewerbe und Baugewerbe steigt der Geschäftslageindikator. Im Detailhandel steigt er ebenfalls, wenn auch nur sehr leicht. In den übrigen Dienstleistungen bleibt die Geschäftslage nahezu stabil, während sie sich im Projektierungsbereich geringfügig abkühlt. Alles in allem ist die positive Entwicklungstendenz im Januar recht breit in der Schweizer Wirtschaft spürbar.

In die Ergebnisse der KOF-Konjunkturumfragen vom Januar 2026 sind die Antworten etwa 4500 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen eingeflossen. Dies entspricht einer Rücklaufquote von etwa 56 Prozent.

Verarbeitendes Gewerbe blickt optimistischer in die Zukunft

Die Geschäftserwartungen mit Blick auf das kommende halbe Jahr hellen sich insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe auf. Darüber hinaus zeigen sich die Unternehmen im Detailhandel, in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, im Projektierungsbereich sowie im Baugewerbe zuversichtlicher als zuvor. Leicht zurückhaltender als bis anhin fallen die Erwartungen im Gastgewerbe, Grosshandel und Bereich der übrigen Dienstleistungen aus.

Unternehmen suchen vermehrt Personal

Angesichts der günstigeren Geschäftserwartungen planen die Unternehmen vermehrt, zusätzliches Personal zu rekrutieren. Dabei tut sich insbesondere das Gastgewerbe zunehmend schwer, geeignetes Personal zu finden. Am häufigsten beklagen jedoch das Baugewerbe sowie der Projektierungsbereich einen Mangel an Arbeitskräften.

Lohnerwartungen bleiben unverändert

Auf die Frage nach der erwarteten Entwicklung der Bruttolöhne im eigenen Unternehmen bis in zwölf Monaten ergibt sich im Januar, wie bereits in der Oktoberumfrage, ein durchschnittlicher Anstieg um 1.3 Prozent. Überdurchschnittliche Lohnsteigerungen werden im Gastgewerbe, Projektierungsbereich und Baugewerbe antizipiert. Die Erwartungen der Unternehmen zur Konsumentenpreisinflation in den nächsten zwölf Monaten haben sich gegenüber der letzten Umfrage im Oktober kaum verändert. Sie rechnen im Durchschnitt nun mit einer Inflationsrate von 0.9 Prozent (Oktober: 1.0 Prozent).

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