Die Kunst der Präzision

Redakteur: SMM

Eine Idee, ein klares Konzept, motivierte Mitarbeiter und ein hochwertiger Maschinenpark - so setzt sich das Erfolgsrezept von Microart zusammen, einem jungen Unternehmen für Präzisionszerspanung. Gegründet am 1.1.2007 gelang es Microart, in den Krisenjahren zu wachsen und seinen Maschinenpark mit drei Mori-Seiki-NL2500-Drehzentren auszubauen. Ein Erfahrungsbericht, der aufzeigt, was selbst in der Rezession machbar ist.

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Schon früh hatte Dr. Alexander Artmann das Ziel, sich beruflich selbstständig zu machen. Das war noch bevor er sein Ingenieurstudium abgeschlossen und er parallel zum Beruf zusätzlich in Betriebswirtschaft promoviert hatte.

Selbst während seiner Tätigkeit als Partner in einer renommierten Unternehmensberatung hat er sich von seinem ursprünglichen Berufswunsch nicht verabschiedet. Als sein Vater Gerhard Artmann 2006 nach 30 Jahren als Geschäftsführer eines Werkzeug- und Formenbaubetriebs in den Ruhestand ging, machten sich die beiden tatsächlich daran, Pläne für ein eigenes Unternehmen zu schmieden (siehe Kasten «Unternehmen»).

Am 1.1.2007 wurde aus der Theorie Praxis und die Microart KG, Roding, gegründet. «micro» steht für Präzision im Mikrobereich und «art» für Artmann - zugleich aber auch für art, das englische Wort für Kunst. «Präzisionsteile herzustellen, ist schliesslich eine Kunst», erklärt Alexander Artmann und fügt hinzu, «die wir beherrschen.»

Hochqualifizierte Mitarbeiter und präzise Maschinen

Das Konzept füllte sich mit Leben: Weitere Mitarbeiter wurden eingestellt und im neu errichteten Firmengebäude ein hochwertiger Maschinenpark für die Präzisionsbearbeitung installiert.

Zunächst konzentrierte sich Microart aufs Fräsen, Schleifen und Erodieren. Alexander Artmann präzisiert: «Wir bieten keine 08/15-Teile an, die ausschliesslich zeichnungsgebunden gefertigt werden. Von uns darf der Kunde höchste Qualität und einen Mehrwert erwarten, der aus Betreuung und Mitdenken besteht. Das heisst, wir begleiten unseren Kunden schon ab der Entwicklung, schlagen zum Beispiel Änderungen vor, die das Fertigen erleichtern oder andere Prozessvorteile bringen, und liefern am Ende komplett fertige Teile und Baugruppen. Wir integrieren uns dabei nahtlos in die Prozesse unserer Kunden.»

Massgenauigkeit, Oberflächengüte und Zuverlässigkeit

Offensichtlich fuhr Microart gut damit. Es wurden schon bald Kunden gewonnen, die diese Art der Unterstützung schätzen und Microart auch über die gesamtwirtschaftlich schwierige Zeit ab Ende 2008 die Treue hielten - unabhängig von der Branche. Microart bedient bedeutende Firmen aus dem Automobilbau, dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau, der Luftfahrt, Medizintechnik und optischen Industrie.

Michael Kerscher - technischer Leiter und seit der Gründung bei Microart - weiss, dass gerade solche Unternehmen höchste Anforderungen stellen, «hinsichtlich der Massgenauigkeit, Oberflächengüte und ganz besonders der Zuverlässigkeit. Daher haben wir sowohl beim Personal als auch beim Maschinen-Equipment darauf geachtet, dass nur das wirtschaftlichste gewählt wird und die Kapazität auch bei einem ungeplanten Ausfall noch sicher ausreicht.»