Gilgen Logistics ist ein international tätiger Schweizer Generalunternehmer für komplette Lager- und Logistiklösungen von der Idee bis zur Realisierung. Anlässlich der «Logistics & Automation 2025», der Schweizer Fachmesse für Intralogistik-Innovationen, gewährt Daniel Gilgen, CEO der Gilgen Logistics AG, im Themeninterview Einblicke in die Herausforderungen eines Familienunternehmens, nachhaltige Strategien für die Logistik und seine Sicht auf Künstliche Intelligenz.
Daniel Gilgen, CEO der Gilgen Logistics AG: «Die Logistik bleibt oft unsichtbar – doch sie bewegt die Welt.»
(Bild: Inoveris/Markus Frutig)
Herr Gilgen, Sie haben Anfang 2023 das Familienunternehmen in dritter Generation übernommen. Was hat Sie zu diesem Schritt motiviert?
Daniel Gilgen: Das war nicht von langer Hand geplant, sondern hat sich schrittweise ergeben. Im Jahr 2017 habe ich mich auf eine Stelle als Gesamtprojektleiter im Unternehmen gemeldet und bin so langsam in das Familienunternehmen und die Thematik Intralogistik eingetaucht. Und bis heute bin ich fasziniert von der Intralogistik. Ich habe schon immer gerne Verantwortung übernommen und so hat sich rasch die Möglichkeit ergeben das Unternehmen mitzugestalten.
Ihr Unternehmen ist seit über 60 Jahren – es wurde 1961 gegründet – in Bewegung. Was war für Sie die grösste Herausforderung, in diese Verantwortung hineinzuwachsen?
D. Gilgen: Der Weg war bei uns nicht so klassisch vorgezeichnet, wie man es in Familienunternehmen oft erlebt. Mein Vater war lange im Schwesterunternehmen tätig, und der Übergang zu meiner Position in der Gilgen Logistics AG verlief daher vergleichsweise reibungslos. Dies auch da sich unsere Ansichten zu einem grossen Teil deckten. Man hat mir von Beginn weg viel Vertrauen und Freiheiten geschenkt, um das Unternehmen operativ zu führen und strategisch weiterzuentwickeln.
Was fasziniert Sie persönlich an der Logistik und Intralogistik?
D. Gilgen: Die Logistik bleibt oft unsichtbar – doch sie bewegt die Welt: Sie ermöglicht es, dass Lebensmittel in den Supermarkt kommen, Medikamente in Krankenhäusern verfügbar sind oder Weihnachtsgeschenke rechtzeitig geliefert werden. Es ist beeindruckend, wie komplexe Systeme aus Mechanik, Hardware, Steuerung, IT und Bau optimal zusammenwirken. Diese Vielseitigkeit – organisatorisch wie auch technisch -und der Beitrag zur Gesellschaft, den wir leisten dürfen, inspirieren mich.
Was unterscheidet Gilgen Logistics von anderen Anbietern in der Branche?
D. Gilgen: Wir sind eines der wenigen familiengeführten Unternehmen in der Intralogistik. Das erlaubt uns, Entscheidungen schnell zu treffen und flexibel auf Kundenwünsche einzugehen. Zudem zeichnet uns die Engineering Kompetenz aus mit welcher wir auf die Kunden zugeschnittene Lösungen und Innovationen entwickeln und realisieren können.
Die Lockdown-Jahre waren für viele Unternehmen eine Herausforderung. Wie haben Sie diese Zeit gemeistert?
D. Gilgen: Es war eine herausfordernde Phase, sowohl persönlich als auch geschäftlich. Unsere Projekte konnten wir jedoch alle termingerecht realisieren, was viel Einsatz verlangte. Beispielsweise bin ich selbst als Ersatzprojektleiter eingesprungen, um einen älteren Kollegen zu schützen. Unser Fokus lag auf der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen und dem Geschäft unserer Kunden zusammen mit der Versorgungssicherheit der Bevölkerung – dies war ein Balanceakt.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrer Unternehmensstrategie?
D. Gilgen: Nachhaltigkeit bedeutet für uns, langlebige Systeme zu bauen. Einige unserer Anlagen sind seit über 40 Jahren im Einsatz. Zudem setzen wir auf stromsparende Antriebe, Rückgewinnung von Energie und weiteren innovativen Ansätzen, die den Ressourcenverbrauch minimieren. Ein Beispiel ist unser neu entwickeltes Regalbediengerät, das bei gleicher Leistung weniger Gewicht und Energie benötigt.
Wie sehen Sie den Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Logistikbranche?
D. Gilgen: KI hat das Potenzial, viele Bereiche und Branchen zu revolutionieren. In der Intralogistik setzen wir bereits auf lernende Systeme, etwa bei der vorausschauenden Wartung, der sogenannten «Predictive Maintenance». Dies hilft, Ausfälle zu vermeiden und den Betrieb effizienter zu gestalten. KI ist jedoch kein Ersatz für jegliche Fachkräfte – sie wird aber in vielen Bereichen die Arbeit ergänzen, respektive erleichtern.
D. Gilgen: Wir bringen unsere Augmented Reality (AR) Brillen mit, um den interessierten Besuchern unsere innovativen Lösungen näher zu bringen. Diese Technologie setzen wir schon länger erfolgreich im Vertrieb, aber auch in der Installation und Wartung ein.
Worauf freuen Sie sich hier am meisten?
D. Gilgen: Für uns ist die Fachmesse «Logistics & Automation 2025» eine wichtige Plattform, um in der Schweizer Logistikbranche präsent zu sein. Besonders freuen wir uns auf den Austausch mit anderen Ausstellern, Kunden und potenziellen Partnern.
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Stand vom 30.10.2020
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