Digitale Werkzeugdatenverwaltung gibt Gas

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Lösung für endlose Rüstzeiten und hohem Werkzeugverschleiss

Vor der TDM-Einführung gab es erhebliche Mängel im Fertigungsablauf. Werkzeuge und Schnittdaten waren nicht dokumentiert, die Werkzeuge nicht beschriftet. Für dieselben Werkzeuge wurden unterschiedliche Aufnahmen verwendet, für gleiche Operationen verschiedene Werkzeuge. Entsprechend hoch war der Ausschuss. Zudem verursachte die Suche nach einem bestimmten Werkzeug immer wieder Stillstandzeiten an den Maschinen. Die Bediener hatten oft keine Information darüber, welche Aufnahme (Bohrfutter, Spannzange, Weldon) am besten geeignet ist, welche Länge sie nehmen müssen oder ob ein Spiralbohrer schon mehrmals nachgeschliffen wurde. Einheitliche Bearbeitungswerte fehlten gänzlich. Lief beispielsweise ein Bohrer nicht optimal, veränderte der Maschinenbediener die Schnittdaten leicht. Im Laufe der Zeit gingen die Daten dann enorm auseinander.

Oft stand ein Bediener den ganzen Tag an der Maschine, um ein grösseres NC-Programm anzufahren: dutzende Male unterbrechen - nach anderen Werkzeugen suchen - andere Aufspannungen wählen oder ein Werkzeug verlängern. Hohe Maschinenstillstandzeiten waren die Folge. «Und ein halbes Jahr später ging das Ganze wieder von vorn los, wenn das Programm erneut auf die Maschine kam», weiss der NC-Experte Silvester Holzer. «Man wusste zwar, dass es läuft, aber nirgendwo waren die exakten Daten hinterlegt. Befindet sich beispielsweise der Bohrer in der Spannzange oder im Bohrfutter, ist er um 50 mm kürzer. Dann stimmte es auch an den Werkstücken und an der Vorrichtung nicht mehr.» So war es keine Seltenheit, dass ein Werkzeug beim Einfahren zu Bruch ging oder gar ein Werkstück beschädigt wurde.

Klare Abläufe - echte Kommunikation

Mit der Einführung von TDM wurden bei Power-Hydraulik auch die Abläufe klar definiert. TDM ist sowohl mit dem NC-Programmiersystem Top Solid CAM von Missler als auch mit den Bearbeitungszentren und der Voreinstellung verbunden. Dies ermöglicht einen reibungslosen Datenfluss, der zum einen eine enorme Zeiteinsparung mit sich bringt und zum anderen die Qualität der Produkte sichert.

Die montierten Werkzeuge werden am Voreinstellgerät vermessen, und die Messwerte über eine Standardschnittstelle an TDM rückübertragen. Anschliessend gehen die Werkzeugdaten mittels Tool-offset an die Bearbeitungszentren; nur noch T-Nummer eingeben, quittieren und der Fertigungsauftrag kann starten. Die restlichen Daten werden automatisch über die Tool-offset-Schnittstelle übergeben. «Die TDM-Experten aus Tübingen haben dazu beigetragen, dass bei uns echte Online-Schnittstellen realisiert wurden und nicht etwa das Aus- und Einlesen von Exceltabellen, wie bei anderen Lösungen üblich», sagt Schlagenhauf.

Fehlerquellen komplett eliminiert

Auch die früheren Fehlerquellen wurden mit TDM in der Zwischenzeit komplett eliminiert. Verändert heute zum Beispiel ein Bediener an der Maschine irgendwelche Daten, wird das geänderte NC-Programm auf den Server zurückgespielt und die neuen Schnittdaten gehen ans TDM-System. Oder ist die für ein Werkzeug vorgeschriebene Aufnahme einmal nicht frei, nimmt der Bediener nicht mehr kurzerhand eine andere. Sämtliche Schnittdaten und Parameter zu einem Werkzeug sind in TDM festgehalten, da das TDM-Basismodul die Dokumentation mehrerer Technologiedatensätze pro Werkzeug ermöglicht. Konkret heisst das, es werden alle Bedingungen, unter denen ein Werkzeug bei Power-Hydraulik eingesetzt werden kann, festgehalten. Beispielsweise ist dort hinterlegt, dass alle Gewindebohrer nur in Spannzangen gespannt werden dürfen, unter Mitnahme am hinteren Vierkant, alle normalen Spiralbohrer hingegen in Bohrfuttern.

Fazit: unkomplizierte Lösung für kleinere Unternehmen

«Wir sind absolut überzeugt von unserer TDM-Software und haben das System auch immer weiter ausgebaut und optimiert und mit den Tooloffset-Schnittstellen zudem einiges investiert», so das Fazit von Rainer Schlagenhauf. Und die Zukunft? «Sicher hat TDM bei uns eine glänzende Zukunft, auch wenn ich derzeit keinen weiteren Optimierungsbedarf sehe. Für Neuerungen bin ich jederzeit offen, wenn da was in der Pipeline ist, was für Power-Hydraulik in Betracht kommt.» Silvester Holzer hat auf der AMB im Herbst schon eine solche Neuerung entdeckt, einen Vending-Automaten mit TDMstoreasy, und er war sichtlich davon angetan: «Eine wirklich faszinierende Lösung, bei der jeder Mitarbeiter nur mit seiner Karte Werkzeuge entnehmen kann, und alles wird registriert.»

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