Dihawag: Schnittdatenrechner für die Graphitzerspanung

Redakteur: Bernhard Herzog

>> Im Formenbau ist der Wechsel von Kupfer zu Graphit bereits vielfach vollzogen – dank zuverlässiger und ausdauernder Werkzeuge. Um deren Standzeiten möglichst lang zu halten, sind die passenden Parameter nötig. Die Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH hat dazu einen Schnittdatenrechner entwickelt, der dem Zerspaner online stets die optimalen Werte für Graphitsorte und Werkzeug liefert.

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her. Graphit hat sich im Formenbau als Elektrodenmaterial mittlerweile fest etabliert. Bei seiner Verwendung ergeben sich für die Elektrodenkonstruktion zahlreiche Vorteile. So werden bei Graphit beispielsweise viele Formelemente an eine einzige Elektrode angebunden, was die Elektrodenzahl deutlich verringert. Damit Maschine und Werkzeug stets im optimalen Produktionsumfeld arbeiten können, sind die passenden Parameter nötig. Diese werden meist vom Maschinen- und Werkzeughersteller vorgegeben, variieren aber je nach eingesetzter Graphitsorte oder Fräser. Diese feinen, aber oft qualitätsentscheidenden Abstufungen lassen sich zwar im Selbstversuch herausfinden – einfacher und schneller geht es jedoch mit dem Schnittdatenrechner der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation aus Königsbach-Stein.

50 Graphitsorten voreingestellt

Auf www.zecha.de erhält der Kunde Zugang zu dieser mehrsprachigen, mit Unterstützung vom Graphitexperten SGL Carbon entwickelten Applikation. Dort kann er alle relevanten Daten für seine Fräsanwendung abrufen.

Egal ob EDM-Graphit oder welche Sorte auch immer – der Schnittdatenrechner bietet derzeit mehr als 50 verschiedene Varianten zur Auswahl. Selbst wenn die genaue Materialbezeichnung nicht aufgeführt ist, kann der Nutzer über die Kennwerte des Graphits wie Dichte, Korngrösse oder Druckfestigkeit eine sehr ähnliche oder gar identische Sorte herausfinden. Per Drop-down-Menü sucht sich der Anwender sein Zecha-Werkzeug aus der High-End-, der Premium- oder auch der Quality-Line nach der Bestellnummer sortiert heraus und kann je nach Anwendung – Schruppen oder Schlichten – die entsprechenden Werte ablesen.

Verlässliche Werte für beste Graphitzerspanung

Andreas Weck aus dem Produktentwickler-Team von Zecha: «Der Schnittdatenrechner gibt die Einsatzparameter entweder drehzahl- oder vorschubbezogen aus. Als Empfehlungen geben wir die Schnittgeschwindigkeit vc, den Vorschub pro Zahn fz, Drehzahl n, Zustelltiefe ap sowie den Vorschub f in mm/min an. Auf dieser Basis kann der Anwender seine Maschine perfekt zwischen höchster Produktivität und Präzision austarieren und in sein CNC-System übertragen.»

Die Fräsbearbeitung von Graphit ist schwingungsarm bei gleichzeitig geringen Schnittkräften. So sind selbst extrem filigrane Geometrien und höchste Oberflächengüten möglich. «Dazu müssen allerdings die verwendeten Werkzeuge auf die Graphitbearbeitung hin ausgelegt sein und bei optimalen Parametern eingesetzt werden. Unser Schnittdatenrechner hilft auf einfache Art und Weise, die engen Toleranzen und filigranen Strukturen bei der Elektrodenfertigung einzuhalten. Mehr noch: Da er optimal auf unsere Werkzeugserien abgestimmt ist, lassen sich so auch noch die letzten Prozente an Leistung und Standzeit aus dem Zerspansystem herausholen», resümiert Andreas Weck. <<

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