Chemie-Nobelpreis 2014

Ein bisschen Nobelpreis für Leica Microsystems

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Die STED-Mikroskopie durchbricht die Auflösungsgrenze, indem es den Punkt, in dem Fluoreszenz generiert wird, verkleinert. Dies ermöglicht eine schnelle, direkte und rein optische Höchstauflösung, die sogar schnell genug für Lebendzellaufnahmen ist und ohne zusätzliche Datenbearbeitung auskommt. Leica Microsystems hat während der letzten Jahre die Leistung seines STED-Mikroskops kontinuierlich verbessert. So wurden Dauerstrichlaser (STED CW), eine Gating-Funktion (gatedSTED) sowie eine verbesserte Auflösung in der dritten Dimension (STED 3X) und über das gesamte sichtbare Lichtspektrum implementiert. Ein neuer gepulster STED-Laser am Leica TCS SP8 STED 3X erreicht sogar Auflösungen von bis zu 30 nm bei einer Wellenlänge von 775 nm.

Bei der GSDIM-Mikroskopie beruht die Bestimmung der exakten Position eines Fluoreszenzfarbstoffes auf dem Prinzip der zeitlichen Trennung zwischen seinem „An“- und „Aus“-Zustand. Der Zustand eines Moleküls wird fortlaufend ausgelesen und das höchstaufgelöste Bild entsteht durch die Rekonstruktion aus tausenden Einzelbildern. Leica Microsystems hat auch die GSDIM-Technologie weiterentwickelt: Das Leica SR GSD 3D bietet Höchstauflösung in drei Dimension mit der höchsten Präzision.

Erfolgreiche Kommerzialisierung

Tanjef Szellas, Director Compound Microscopy, der als Applikationsspezialist für 4Pi-Mikroskopie und Produktmanager für STED von Anfang an an der Zusammenarbeit mit Stefan Hell beteiligt war, kommentiert: „Das Thema Höchstauflösung hat der Lichtmikroskopie zu grosser Dynamik verholfen – als Leica Microsystems vor 10 Jahren die erstmalige Kommerzialisierung wagte, war ein solcher Erfolg zwar erhofft, jedoch keinesfalls sicher. Ich bin stolz, Teil dieser Entwicklung gewesen zu sein.“ <<

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