Einbringarbeiten mit 3D-Simulation geplant
Im Auftrag der Firma Hochdorf Nutritec AG in Sulgen hat die Bollhalder Industrielogistik AG zwei grosse Tanks in einen bestehenden Produktionsraum eingebracht. Aufgrund der Vorgaben des Auftraggebers wurde klar, dass die Planung der anspruchsvollen Einbringarbeiten mit einer 3D-Simulation angegangen werden musste.
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joe. Die Aufgabe für die Bollhalder Indus-trielogistik AG bestand darin, zwei Chromstahltanks in ein Produktionsgebäude einzubringen und zu versetzen. Der eine Tank hat 4,15 m Durchmesser und eine Länge 8,6m bei einem Gewicht von 5,5t, der zweite Tank misst 3m im Durchmesser, 9,8m in der Länge und ist 5t schwer. Die beiden Tanks weisen gefüllt ein Gewicht von 190t auf und mussten im Produktionsraum auf ein Podest mit Oberkante auf 3 m Höhe versetzt werden.
Die Kräfte werden über vier Stützen, welche wegen einer vorhandenen Unterkellerung in einer Distanz von 5,8 m angeordnet werden mussten, in den Boden eingeleitet. Die Produktion musste während den Bauarbeiten möglichst ungehindert fortgesetzt werden können, das bedeutete möglichst keine Demontage von Leitungen, Podesten und Lüftungsteilen im Produktionsraum. Damit das Projekt über alle Lieferanten koordiniert und die Meilensteine eingehalten werden konnten, wurden verbindliche Terminzusagen verlangt.
Prüfung verschiedener möglicher Varianten
Die bestehende Situation wurde dreidimensional erfasst und anschliessend wurde mit dem Varianten-Studium begonnen. Durch diese Vorgehensweise konnten mit dem Bauherrn und dem betreuenden Ingenieur verschiedene Varianten bezüglich Hygiene, Termine, Kosten und Machbarkeit geprüft und diskutiert werden.
Entschlossen hat sich die Hochdorf Nutritec AG als Auftraggeber schliesslich für die Variante mit einem Betonpodest und der Einbringung der Tanks in folgenden Schritten: Einbringung des grösseren Tanks und Deponierung auf einem Hilfsgestell, Fertigen des Betonpodestes, Einbringung des zweiten und Versetzen der beiden Tanks auf das Betonpodest. Die Herausforderung für die Einbringung der Tanks bestand darin, dass nach der Fertigung des Betonpodestes diese nicht mehr durch das Tor in den Produktionsraum eingebracht werden konnten. Zudem waren die Platzverhältnisse nach der Fertigung des Betonpodestes im Produktionsraum sehr eingeschränkt.
