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Die richtige Beschichtung für den richtigen Werkstoff
Dank der konsequent vorangetriebenen Innovation gelang es dem Unternehmen immer wieder, eine entscheidende Rolle bei der Realisierung wegweisender und wirtschaftlich bedeutungsvoller Entwicklungen in der Fertigungstechnik zu spielen. Waren es anfangs nur wenige Universalschichten, mit denen in den verschiedensten Anwendungsgebieten grosse Erfolge und beeindruckende Leistungssteigerungen erzielt wurden, sind es heute massgeschneiderte Schichtsysteme, die für ganz spezifische Einsatzbereiche entwickelt beziehungsweise optimiert werden. Als Faustregelt gilt: Die richtige Beschichtung für den richtigen Werkstoff steigert die Leistung um bis zu 20 Prozent, wodurch die Stückkosten in der Regel um 15 Prozent sinken.
Die Beschichtungen von Oerlikon Balzers werden heute in einer breiten Palette von Anwendungen in der Automobil und Maschinenindustrie, im Bereich Lebensmittel und Verpackung sowie in der Medizintechnik und zunehmend auch in der Luftfahrtindustrie eingesetzt. Die beeindruckende Zahl von 200 Millionen Einzelteilen wurden 2012 von Oerlikon Balzers in seinen mittlerweile 92 Beschichtungszentren in 33 Ländern weltweit beschichtet. «Über die Jahre hinweg hat sich unsere Innovationskraft zum Motor unseres Erfolgs entwickelt und uns zum Technologie- und Marktführer in diesem Bereich gemacht», erklärt Dr. Helmut Rudigier, CTO von Oerlikon Balzers, «und diese Innovationskraft beweisen wir 35 Jahre nach den PVD-Hartstoffschichten mit der «S3p»-Beschichtungstechnologie – unserer neusten Entwicklungsleistung.»
«Scalable Pulsed Power Plasma»
Darum geht es: Unter Verwendung der Funkenverdampfungstechnologie erzielt man ungemein dichte, extrem harte und sehr gut haftende PVD-Schichten mit einer massgeschneiderten Mikrostruktur. Seit mehr als einem Jahrzehnt hat die ganze Branche daran gearbeitet, diese Technologie mit der Kathodenzerstäubung zu kombinieren, um extrem glatte Oberflächen herzustellen. Oerlikon Balzers ist es gelungen, alle Schwächen der früheren Ansätze zu überwinden und den Parameterbereich in mehreren, voneinander unabhängigen Dimensionen bedeutend zu erweitern. Diese Technologie, die als «Scalable Pulsed Power Plasma» oder kurz «S3p» bezeichnet wird, ermöglicht erstmals die effiziente Herstellung von extrem glatten, dichten und harten Schichten. Helmut Rudigier gibt ein Beispiel: «Eine S3p-Beschichtung kann etwa für Mikrowerkzeuge ausserordentlich nützlich sein. Für manche Anwendungen werden spezielle Mikrowerkzeuge benötigt, die eine völlig glatte und aussergewöhnlich harte und dichte Beschichtung erfordern. Wenn die Beschichtung mithilfe anderer Technologien aufgebracht würde, müsste das Mikrowerkzeug nachbehandelt werden, um seine Oberfläche stärker zu glätten. Dies ist schlicht nicht mehr möglich, wenn der Durchmesser des Werkzeugs einen bestimmten Wert unterschreitet.» Das Anwendungspotenzial beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Werkzeugbeschichtung, sondern erstreckt sich auf zahlreiche weitere Bereiche, insbesondere für Präzisionskomponenten.
S3p: serienreif
Die S3p-Technologie ist serienreif und patentgeschützt. Die Beschichtungstestergebnisse sind vielversprechend ausgefallen und in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft positiv kommentiert worden. Die ersten Einsätze bei den Kunden laufen mit Erfolg. Hans Brändle, CEO von Oerlikon Balzers, ist überzeugt: «35 Jahre nach der Lancierung von Balinit tritt Oerlikon Balzers mit S3p den Beweis an, dass wir nach wie vor Technologieführer und Beschichtungspionier sind.» <<
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