Eine Chance für Zulieferbetriebe

Elektroautos sind ohne Zulieferbetriebe undenkbar

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Batteriesystem des Panamera stammt von Bosch

Zur Schlüsseltechnik des Panamera Plug-in gehört das Lithium-Ionen-Batteriesystem mit 9,4 kWh Kapazität. Es stammt von Bosch, ebenso wie die Leistungselektronik, die die «Ströme» managt. Die Zellen des flüssigkeitsgekühlten, 129 Kilogramm schweren Energiespeichers liefert der ehemalige Joint-Venture-Partner Samsung. Die Energie reicht laut Porsche für eine reinelektrische Fahrt von 18 km bis 36 km. Das «Stromtanken» an der Haushaltssteckdose mit einer Stromstärke von 10 A dauert 3,8 Stunden, an einer 380-Volt-Leitung mit 16 A geht es 1,5 Stunden schneller.

Neben Bosch fertigt derzeit noch BMW eigene Hochvolt-Batterien in Deutschland, wobei der Automobilhersteller die Lithium-Ionen-Zellen von Samsung bezieht, jedoch das Akku-System selbst konfiguriert und produziert. Daimler, Continental und Volkswagen arbeiten mit Partnern an Hochvolt-Akkus, und auch Audi hatte letztes Jahr bekundet, in Ingolstadt Energiespeicher herzustellen.

Ziel: Verbrauch senken

Das Frappierende am Panamera S E-Hybrid sind nicht die 3,1 Liter je 100 Kilometern (71 g CO2/km) im EU-Zyklus NEFZ – die Messung startet mit voller Batterie, sondern der reale Praxisverbrauch über 65 km, gefahren im Stuttgarter Stadtverkehr, über Landstrassen und auf der Autobahn: 4,4 l/100 km. Einen Rekord gibt es auch: Der Plug-in ist der erste Hybrid, der im Elektromodus maximal 135 km/h erreicht. Ein echter Porsche eben.

Bei einer Wertschöpfung der Autohersteller von teilweise 25 Prozent, müssen sie bei Hybrid- und Elektroautos überlegen, was sie bei ihren leistungsstarken Zulieferern einkaufen oder was sie doch lieber selbst produzieren. Schon heute kommen allein etwa 50 Prozent der Systeme von den namhaften Zulieferern.

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