Anbieter zum Thema
Verschiedene Reglermodi
Bei den Regler-Karten kann zwischen verschiedenen Reglermodi gewählt werden. Somit können mit der gleichen SD7-Elektronik Regelsysteme für Druck-, Volumenstrom-, Geschwindigkeits- und Positionsregelungen aufgebaut werden. Mit den PID-Parametern (Proportional, Integral, Differential) kann das Regelverhalten optimal auf das vorhandene System angepasst werden. Im Weiteren sind sogenannte n-Punkt-Reglermodi integriert (2-Punkt mit einem Magnet, 3-Punkt mit einem Magnet oder 3-Punkt mit zwei Magneten). Damit kann beispielsweise eine einfache Temperaturüberwachung aufgebaut werden. Dabei werden anstelle von Proportionalventilen Schaltventile angesteuert. Bei diesen ist eine Leistungsreduktion einstellbar.
Bei der SD7-Enhanced-Regler-Version ist ein Profilgenerator integriert. Damit können sieben Profile mit total 50 Sequenzen erstellt werden. Eine Sequenz besteht aus dem Sollwert, der Beschleunigung, der Geschwindigkeit, der Verzögerung und einer Stoppzeit. Die Sequenzen können beliebig auf die sieben Profile verteilt werden.
Durch Betätigung des Digitaleingangs «Start» (Digitaleingangsnummer ist wählbar) wird das angewählte Profil gestartet. Es kann gewählt werden, ob das ganze Profil automatisch abgefahren wird oder ob nach jeder Sequenz wieder ein Startsignal nötig ist.
Ebenfalls bei der Enhanced Version (Verstärker und Regler) ist ein Analogausgang integriert. Es ist wählbar, welches Signal (Sollwert, Stellwert, Istwert oder Regeldifferenz) den Ausgangswert bestimmen soll. Wird als Signaltyp zum Beispiel der Stellwert gewählt, kann ein Fremdventil angesteuert werden. Es kann aber auch ein als SSI-Signal eingelesenes Istwertsignal als Analogwert an eine Anzeige ausgegeben werden. Alle SD7-Elektronik-Versionen sind auch mit Feldbus-Schnittstellen erhältlich. Unterstützt werden Profibus DP, CANopen, J1939 und HART. Über den Feldbus können Steuersignale und Parameterwerte ausgetauscht werden, es können aber auch Zustands- und Diagnosedaten ausgewertet werden.
Parametrierung
Die Parametrierung der SD7-Elektronik erfolgt über die Parametriersoftware PASO SD7. Auf der grafischen Benutzeroberfläche ist der gesamte Signalfluss übersichtlich dargestellt. Der Anwender sieht sofort, wo im Signalfluss die Parameter einfliessen. Das mühsame Suchen in einer Menüstruktur entfällt. Durch einen Klick auf ein Parameterkästchen erscheint das Einstellfenster für die entsprechenden Parameter. Die Auswirkungen der geänderten Parameter sind sofort auf der Benutzeroberfläche sichtbar. Die aktuellen Werte der verschiedenen Signale können in Echtzeit direkt auf der Benutzeroberfläche dargestellt werden. Im Weiteren steht eine Signalaufzeichnungs-Funktion zur Verfügung. Damit wird die Einstellung eines komplexen Regelsystems vereinfacht. So kann zum Beispiel das Verhalten der verschiedenen Signale beim Einfahren in eine Position grafisch dargestellt werden.
Das angeschlossene Ventil kann auch direkt über die PASO-SD7-Software betätigt werden. Dies kann von Nutzen sein, wenn beispielsweise die externe Ansteuerung noch nicht vorhanden ist, aber zu Testzwecken die Hydraulik bewegt werden muss. Es kann zwischen «Ventil Betätigung» und «Sollwertvorgabe» gewählt werden. Bei der «Ventil Betätigung» wird ein Strom direkt zum Magnetausgang geführt (via PASO SD7 einstellbar). Eine eventuell eingestellte Rampenzeit (beim Verstärker) oder die Regelüberwachung (beim Regler) wird nicht berücksichtigt. Bei der «Sollwertvorgabe» wird anstelle einer externen Vorgabe ein in der PASO SD7 eingestellter Sollwert übernommen. Zusätzlich kann auch eine Rampenzeit (beim Verstärker) oder eine Geschwindigkeit (beim Regler) eingestellt werden. Die Regelüberwachung ist aktiv. <<
(ID:43508456)
