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EMU (Europäische Metallunion)
Die EMU ist ein Zusammenschluss europäischer Unternehmerverbände zu einer Interessengemeinschaft für das Handwerk und die mittelständischen Betriebe (KMU) der MEM-Branche (Maschinen-Elektro-Metall).
Zu den Mitgliedern zählen Verbände aus Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz (Swissmechanic und SMU), Italien und Ungarn (ca. 37500 Unternehmen mit ungefähr 480000 Beschäftigten).
Kongress-Tage
Der Kongress, der unter dem Motto «Chancen der KMU in der heutigen und zukünftigen Wirtschaftslage» stand, begann am Donnerstag, dem 27. August 2009 mit der Tagung der Berufsbildungskommission der EMU, die sich mit der Novellierung des EMU-Passes befasste.
Am Donnerstagnachmittag trafen sich rund 30 Delegierte aus den Mitgliedsländern zur Generalversammlung. Durch die reich befrachtete Traktandenliste führte der scheidende Präsident Klaus Dann aus Deutschland, unterstützt durch den ebenfalls statutengemäss zurücktretenden Vizepräsidenten Emil Weiss aus der Schweiz. Die neuen, nach belgischem Recht angepassten Statuten (Sitz des Verbandes in Brüssel), wurden einstimmig verabschiedet. Zum neuen Präsidenten wurde Erwin Kostyra aus Deutschland gewählt. Leider konnte das Amt eines Vizepräsidenten bis zum Ende der Tagung nicht neu besetzt werden. Interimsweise wird diese Aufgabe nun durch den Länderrat wahrgenommen werden müssen.
Am Freitag, dem 28. August 2009 begann der Kongress mit den Länderberichten und anschliessender Diskussion sowie interessanten Vorträgen über die Wirtschaftslage in Ungarn und Europa. In allen Ländern bereitet die momentane Wirtschaftslage Sorge. Ein Ende der rezessiven Phase ist in Ansätzen nur aus den Berichten aus der Schweiz zu entnehmen. Vorträge eines Vertreters der EUAPME/NORMAPME sowie ein akademisch tiefgründiges Referat eines Wirtschaftsprofessors aus Ungarn rundeten das Freitagnachmittagprogramm ab.
Am Abend besuchte man gemeinsam mit den mitgereisten Partnerinnen das Bürgermeisteramt der Stadt. Nebst einer Präsentation der Stadtgeschichte widmete sich der Bürgermeister in seinen Ausführungen auch der in den letzten Jahren abgeschlossenen Stadtentwicklung. In einer Präsentation zeigte er auf, wie sich die Stadtregierung die weitere städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung von Székesfehérvár vorstellen könnte. Die anschliessende musikalische Vorführung in der Stadtkirche widmete sich Orgelinterpretationen von Komponisten aus verschiedenen Zeitepochen bis hin zu einer Uraufführung eines Ausschnittes einer Symphonie über Tschernobyl. Abgerundet wurde das Konzert durch Solovorträge auf dem Cello und einer jungen hervorragenden, stimmgewaltigen Sopranistin.
In einem frisch renovierten geschichtsträchtigen Gebäude, das zu einem Gourmetrestaurant umfunktioniert wurde, fand der etwas lange, aber interessante Tag seinen Abschluss.
Am Samstag, dem 29. August 2009 stand am Morgen der Besuch eines sehr modernen mittelständigen mechanisch-technischen Unternehmens (Teileherstellung/Feinmechanik mit hoher Fertigungstiefe bis und mit Oberflächenbehandlung und Härten) in Györ auf dem Programm. Nach einem feinen Mittagessen in einem typischen ungarischen Restaurant fand noch eine Besichtigung der Erzabtei Pannonhalma statt, verbunden mit einem Besuch der klostereigenen Kelterei und einer obligaten Weinprobe.
Der abschliessende gemeinsame Abend in der Tagungsstadt wurde abgerundet mit einem feinen Nachtessen, verknüpft mit einem losen Gedankenaustausch über Grenzen hinweg. An dieser Stelle sei dem organisierenden ungarischen Verband nochmals herzlich für die Gastfreundschaft und das vielseitige und interessante Tagungsprogramm gedankt.
