Überhöhte US-Zölle gefährden den Werkplatz Schweiz Swissmechanic fordert Klarheit und aktives Handeln

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Mit den einseitig erhöhten Zöllen auf Schweizer Industrieprodukte setzt die US-Regierung laut Swissmechanic ein deutliches protektionistisches Zeichen. Der Verband warnt vor den langfristigen Folgen für kleine und mittlere Unternehmen der Schweizer Industrie. Die Regierung sei jetzt gefordert, das bestehende Zeitfenster für Verhandlungen mit den USA entschlossen zu nutzen.

«Die Schweiz muss jetzt mit Klarheit und Selbstbewusstsein auftreten – sonst droht der Werkplatz international den Anschluss zu verlieren», sagt Erich Sannemann, Direktor von Swissmechanic.(Bild:  Swissmechanic)
«Die Schweiz muss jetzt mit Klarheit und Selbstbewusstsein auftreten – sonst droht der Werkplatz international den Anschluss zu verlieren», sagt Erich Sannemann, Direktor von Swissmechanic.
(Bild: Swissmechanic)

Die Schweizer Regierung ist weiterhin im Gespräch mit den USA. Swissmechanic unterstützt diesen Kurs, fordert aber, dass bis zum 7. August klare Resultate hervorgehen. Denn die Schweiz könne ihren Industriestandort nur durch weltweite Vernetzung und verlässliche Rahmenbedingungen sichern. «Nur mit weltweiter Vernetzung und fairen Bedingungen kann unsere Industrie langfristig bestehen», betont Nicola Tettamanti, Präsident von Swissmechanic.

Innovationskraft geschwächt

Der neue US-Zollsatz liegt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Staaten – und sei laut Branchenverband Swissmechanic wirtschaftlich kaum nachvollziehbar. Insbesondere exportorientierte KMU würden sich mit plötzlicher Planungsunsicherheit konfrontiert sehen. Die notwendigen Anpassungen an die neuen Bedingungen hemmen Investitionen und schwächen die Innovationskraft.

Swissmechanic sieht in dieser Entwicklung nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein industriepolitisches Signal. Der Entscheid sei offenkundig politisch motiviert und stelle einen Bruch mit den Prinzipien des fairen Handels dar. Das sei gefährlich – nicht nur für die Schweizer Industrie, sondern auch für die langfristige Zusammenarbeit mit den USA.

Anschluss verlieren

Die Schweiz dürfe nicht zu einem der wenigen Länder werden, die dauerhaft mit strukturellen Wettbewerbsnachteilen zu kämpfen haben. Jetzt brauche es eine klare Linie und den entschlossenen Willen, den Werkplatz international wettbewerbsfähig zu halten.

Die Schweiz muss jetzt mit Klarheit und Selbstbewusstsein auftreten – sonst droht der Werkplatz international den Anschluss zu verlieren.

Erich Sannemann, Direktor von Swissmechanic

Swissmechanic werde sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Interessen der Industrie gewahrt bleiben. Nur durch offene Märkte, verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke politische Stimme lasse sich verhindern, dass die Schweizer Industrie zwischen geopolitischen Interessen aufgerieben wird.

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