Entgrat- und Kantenverrundungsprozesse

Entgraten und Verrunden neu dimensioniert

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Minimierung von Belastung und Energieverbrauch

Einen weiteren Vorteil stellt die Verwendung von Höchstleistungswerkstoffen als Basiselemente der Entgratwalzen dar. Im Vergleich zu konventionellen Entgratwalzen kann eine Gewichtsersparnis von bis zu 50 Prozent verzeichnet werden. Eine deutlich geringere Belastung der werkzeugseitigen Positionier- und Spannelemente und insgesamt eine geringere Maschinenbelastung sind die Folge. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung wird den maschinenseitigen Wechselwirkungen Rechnung getragen. Zugleich führt eine Gewichtsersparnis von bis zu 50 Prozent zu einer Energieverbrauchsminderung der Bearbeitungseinheit von bis zu 50 Prozent bei gleicher Kantenverrundungsleistung. In der Praxis zeigen sich noch weitere Energieeinsparpotenziale, da auch Verlustbringer wie Lagerreibung reduziert werden.

Darüber hinaus werden die Entgratwalzen (z. B. Länge, Durchmesser und Lamellenanzahl) in einem engen Toleranzfenster vollautomatisiert hergestellt. Anwender profitieren von Anfang an von reproduzierbaren Kantenverrundungsergebnissen und kürzeren Rüstzeiten, da beispielweise auf aufwändige Abrichtprozesse verzichtet werden kann.

Minimale Rüstzeiten

Eine weitere Produktfamilie umfasst Entgratteller zur Kantenverrundung von Blechteilen sowie die Werkzeuge zum Entfernen von Oxidschichten an den Schnittkanten. Die sogenannten Tellerwerkzeuge sind ebenfalls an den jeweiligen Bearbeitungsprozess anpassbar. Das heisst, es kann aus einer Vielzahl von Besatzwerkstoffen ausgewählt werden, um der jeweiligen Bearbeitungssituation gerecht zu werden. Neben den Besatzkombinationen zur Kantenverrundung von Blechteilen sind zudem Werkzeuge zum Entfernen von Oxidschichten an den Schnittkanten verfügbar.

Um notwendigen Rüstvorgängen Rechnung zu tragen, sind die Tellerwerkzeuge mit Schneckenaufnahmen (Sebald-Fixing) ausgestattet und ermöglichen so einen Werkstückwechsel in kürzester Zeit. Für den Einsatz der Entgratteller auf den gängigen Entgrat- und Verrundungsmaschinen sind standardisierte Schnellspannaufnahmen verfügbar. Nach der maschinenseitigen Montage der Schnellspannaufnahmen können die Tellerwerkzeuge mit Schneckenaufnahme in kürzester Zeit gewechselt werden und aufwändige Rüstprozesse werden nahezu vermieden. Dadurch können prozessoptimale Entgrat- und Kantenverrundungswerkzeuge in einem bestmöglichen Kosten-Nutzen-Verhältnis eingesetzt werden.

In neuer Leistungsklasse

Entsprechend zu den vorgestellten Produktfamilien sind Entgratsegmente hinsichtlich der Besatzauswahl frei konfigurierbar. Üblicherweise werden die Entgratsegmente auf Timesavers-«Grindingmaster»-Diskusmaschinen eingesetzt. Oftmals handelt es sich um Maschinen in Nass-Ausführung. Insbesondere wurden für diesen Anwendungsfall Entgratsegmente mit einem synthetischen Besatzmaterial entwickelt. Das speziell entwickelte Besatzmaterial verhindert vornehmlich ein Zusetzen des Besatzmaterials und erweist sich auch gegenüber konventionellen Besätzen (Schleifvliese) standfester. Insgesamt ergeben sich über die Einsatzdauer der entwickelten Entgratsegmente mit einem synthetischen Besatzmaterial verbesserte und konstante Verrundungsergebnisse bei verbesserten Standzeiten.

Mit Hilfe der Produkte und der entsprechenden individuellen Anwendungsberatung werden technische wie auch organisatorische Verbesserungen realisiert und ein Maximum an Wirtschaftlichkeit erreicht. Entgrat- und Verrundungsprozesse werden in eine neue Leistungsklasse gehoben, gestiegenen Kundenanforderungen wird nachgekommen und Wettbewerbsvorteile werden generiert. <<

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