Entgrat- und Kantenverrundungsprozesse

Entgraten und Verrunden neu dimensioniert

| Redakteur: Luca Meister

Abb. 2: Entgratwalzen für Rotationsbürstmaschinen (z. B. Ernst, Fladder, Timesavers, Weber).
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Abb. 2: Entgratwalzen für Rotationsbürstmaschinen (z. B. Ernst, Fladder, Timesavers, Weber). (Bild: Ernst Schweiz)

In gemeinsamen Projekten haben die Ernst Schweiz GmbH mit ihrer langjährigen Praxiserfahrung im Bereich von Schleif- und Entgratmaschinen und die Boeck GmbH als leistungsorientierter Hersteller von Bürstwerkzeugen gezeigt, wie durch eine holistische Denkweise Entgrat- und Verrundungsprozesse in neue Leistungsdimensionen geführt werden können. Eine ganzheitliche Betrachtung der kundenindividuellen Prozesskette bildet die Basis des Erfolgs.

Die Rahmenbedingungen produzierender Unternehmen haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Unternehmen sind heutzutage konfrontiert mit sinkenden Losgrössen, steigender Variantenvielfalt und kürzeren Modell-Laufzeiten, verbunden mit der Zunahme an Komplexität und den steigenden Anforderungen an die Produktqualität. Es sind demnach Prozessketten gefordert, die u. a. durch eine hohe Reaktionsfähigkeit, Robustheit bzw. geringe Komplexität charakterisiert sind und ein Maximum an Wertschöpfung bei minimalem Ressourcenverbrauch (Zeit, Raum, Material usw.) garantieren.

Die veränderten Rahmenbedingungen haben in der blechverarbeitenden Industrie dazu geführt, dass u. a. die Prozesse Entgraten und Kantenverrunden enorm an Bedeutung gewonnen haben. Die angeführten Prozesse sind bereits in einer Vielzahl von Unternehmen unumgänglich und etabliert. Um die Wirtschaftlichkeit der Prozesskette zu gewährleisten, sind massgeschneiderte Prozesslösungen unabdingbar, die sich problemlos in Prozessketten integrieren lassen und produktionstechnische Zielgrössen wie kürzeste Bearbeitungs- und Rüstzeiten sowie minimale Kosten ermöglichen.

Frei konfigurierbar

Prozesslösungen müssen folglich im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeiten von Maschinen- und Werkzeugherstellern sowie Anwendungsberatern stehen. Der Bearbeitungsprozess besteht im Allgemeinen aus der Wechselwirkung zwischen Werkzeug und Werkstück und verschiedenartigen Bearbeitungssystemelementen wie Spann- und Positioniereinheiten. Die Kernelemente eines Bearbeitungsprozesses stellen das Werkstück und Werkzeug dar. Im Rahmen von Entwicklungs- und Optimierungsarbeiten ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Bearbeitungssystems entscheidend. Es sind die einzelnen Systemelemente nicht isoliert zu betrachten, sondern es bedarf der Berücksichtigung von Wechselwirkungen im System «Bearbeitung» (siehe Abb. 1).

Als technische Lösungen für Bearbeitungswerkzeuge der Prozesse Entgraten und Kantenverrunden werden beispielsweise Teller-, Leisten- und Rotationsbürsten eingesetzt. Diese Bearbeitungswerkzeuge stellen die Schnittstelle zum Werkstück her. Die Ernst Schweiz GmbH und die Boeck GmbH beraten nun exakt diese Schnittstelle «Werkzeug–Werkstück» prozessoptimal und gestalten sie mit anforderungsgerechten Werkzeugen. Die freie Konfigurierbarkeit der Bearbeitungswerkzeuge erlaubt die problemspezifische Adaption.

Maximale Leistung durch individuelle Werkzeuge

Die Adaptionsfähigkeit der Werkzeuge an die jeweilige Bearbeitungssituation sowie die Berücksichtigung maschinenseitiger Wechselwirkungen zeigt sich über das gesamte zur Auswahl stehende Bürstenspektrum. So können beispielsweise in der Produktfamilie Entgratwalzen sämtliche prozessrelevanten Parameter der Walzen (z. B. Besatzwerkstoff, Grundform der Schleiflamelle, Körnung oder Kornmaterial) auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. Letztendlich profitieren die Kunden von prozessoptimalen Werkzeugen für ihre zu bearbeitenden Werkstücke (z. B. Edelstahl, Aluminium oder folierte Bleche).

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