Software für Fertigungsplanung

Erleichterter Bau von Kolbenkompressoren

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Schnelle und einfache Nutzung

«Wir konnten von Beginn an mit HSplan arbeiten. Es bedurfte nur weniger Wochen, um die Technologiedaten unseres Maschinenparks sowie unsere Fertigungs-Planzeiten in das System einzupflegen. Darüber hinaus haben wir auch Fertigungstechniken wie Glattwalzen bzw. Festwalzen, um verdichtete Oberflächen zu erhalten, in HSplan abgebildet», berichtet Stefan Hasler, Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung der Burckhardt Compression AG. Ebenso verfuhr man auch mit den Aufwendungen für die Verlegung von Rohrleitungen. Weitere spezielle Arbeitsschritte wie Druckproben wurden eingebracht. Sie dienen im Rahmen der Werkstoffprüfung dazu, Zylinder auf Druckbelastung und Dichtigkeit zu testen. Die diesbezüglichen Excel-Tabellen sowie alle relevanten Excel-Lösungen wurden problemlos 1:1 in HSplan innerhalb weniger Tage online eingepflegt. Da bestimmte Komponenten der Kompressoren bei der Fertigung Hinterfräsungen erfordern, entwickelte HSI kurzfristig zusätzliche Formelemente-Bausteine, die auch diese speziellen Bearbeitungsschritte zwecks der präzisen Planzeitermittlung unterstützen.

Zur Einführung besuchten die Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung die vom deutschen Softwarehaus angebotenen Kurse. Dies ermöglichte ein «Learning by doing» in den konkreten Projekten. Schon nach maximal drei Korrekturdurchläufen konnte die Software mit den kundenspezifischen Funktionen und Daten freigegeben und dauerhaft implementiert werden.

Integriert und als «Stand-alone»

Eine der wichtigsten Forderungen von Burckhardt Compression war eine vollständige Integration in das vorhandene SAP-System. Dies ermöglicht das spezielle Modul «HSplan/IS». Dabei wird das SAP-Programm um die Ebene der Arbeitsstufen innerhalb der Arbeitsvorgänge ergänzt. So können in SAP beliebig viele Berechnungsbausteine pro Vorgang herangezogen werden. Während des gesamten Prozesses der Planzeitermittlung und Arbeitsplanung erfolgt die Bearbeitung in der SAP-Oberfläche. Mit einem einzigen Mausklick öffnet sich ein zusätzliches SAP-Fenster zur Zeitberechnung. Nach der Auswahl eines Berechnungsablaufs und der Eingabe der Parameter in SAP erfolgt die tatsächliche Abarbeitung auf dem HSi-Server im Hintergrund. Nicht nur die ermittelten Zeiten und generierten Texte, sondern alle Zwischen- und Endergebnisse der Berechnung werden für deren Dokumentation an SAP zurückgegeben.

HSplan wird auch als «Stand-alone»-Lösung im Rahmen des Komponentengeschäfts und für Neuentwicklungen genutzt. Gerade bei Neuentwicklungen bietet die Software sehr gute Möglichkeiten, auch alternative Bearbeitungsschritte – z.B. Sägen oder Fräsen – zu bewerten und das optimale Fertigungsverfahren auszuwählen. Die Planzeiten einschliesslich Materialkosten, Stundensätzen und gegebenenfalls zu berücksichtigende Fremdvergaben werden in ein Excel-Sheet übertragen. Hier erfolgt in diesen Fällen die gesamte Kalkulationsberechnung.

Grosse Akzeptanz

Die Arbeitsvorbereitung mit ihren vier Mitarbeitern erhielt ein Planungswerkzeug, das mit exakten Planzeiten aktiv die Fertigungszeiten und -kosten vorgeben kann. Im Falle auftretender Abweichungen werden mit den Werkern gemeinsam die Soll- und Ist-Werte verglichen, zum einen die Technologiedaten wie Schrupp- und Schlichtaufwendungen, Schnittzeiten sowie Spantiefen und zum anderen die einzelnen sowie verdichteten Planzeiten. Auf diese Weise führten die hohe Exaktheit der Planzeiten, die volle Nachvollziehbarkeit und Transparenz zu einer grossen Akzeptanz in der Werkstatt. Ausserdem stellten sich auch Lerneffekte bei der Arbeitsvorbereitung ein. «Liegen uns neue Erkenntnisse aus der Fertigung vor, dabei kann es sich um neue Werkzeuge, Maschinen sowie um Veränderungen in den Bearbeitungsprozessen handeln, fliessen sie in das System ein und führen so zu einer steten Optimierung», erläutert Stefan Hasler und fügt hinzu: «Die hierzu erforderlichen Parameteranpassungen sind von uns schnell und einfach durchzuführen.»

«Als interessanter Nebeneffekt hat sich herausgestellt, dass die neue Planzeitermittlung auch bei der Vergabe von Fertigungsaufträgen zu mehr Planungssicherheit beiträgt. Denn wir sind grösstenteils in der Lage, selbst zu ermitteln, in welcher Grössenordnung sich Fertigungszeiten und Kosten voraussichtlich belaufen,» berichtet Stefan Hasler resümierend. <<

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