Anbieter zum Thema
Aus welchem Grund haben Sie dieses Modell eingeführt?
Schmid: Das erfolgsabhängige Honorarmodell ermöglicht die Partnerschaft mit Anbietern, die ein interessantes Produkt und hervorragende Managementstrukturen haben, für ihre Innovation aber ad hoc kein vollumfängliches Designbudget finanzieren können. Je flexibler unsere Honorarsystematik ist, umso eher kommen wir mit den Unternehmen zusammen und können an Projekten arbeiten, die uns interessieren. Die Projekte, die daraus entstehen, sind in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn: Sie lohnen sich einerseits finanziell, weil die Verkaufserlöse in der Regel den prognostizierten Umsatz bringen. Dafür sorgen die sorgfältige Vorauswahl und die Vorbereitung. Anderseits steigern sie die Arbeitsqualität, weil wir als Designer das Produkt langfristig und ganzheitlich betreuen können.
Welchen Vorteil haben Ihre Kunden von dem erfolgsabhängigen Honorarmodell?
Schmid: Bei Projekten nach diesem Honorarmodell sind die Leistungen sehr umfassend. Sie gehen über das eigentliche Produktdesign weit hinaus: Wir haben das gesamte Unternehmen und das Wettbewerbsumfeld im Fokus. Design Tech begleitet das Produkt auf Dauer und kann immer wieder Verbesserungen und Innovationen gestalten. Der Neukunde zahlt grundsätzlich nur ein Basishonorar. Bevor es zur Unterzeichnung der Verträge kommt, müssen beide Vertragspartner prüfen, inwieweit sie ins Risiko gehen wollen. Wird die Maschine kommerziell ein Erfolg, können beide Vertragspartner zufrieden sein, der Win-win-Effekt ist erreicht. Einen entscheidenden Kundenvorteil sehe ich gerade in der gegenseitigen Abhängigkeit. Sobald der Absatz des Produktes sinkt, sinkt entsprechend der Gewinn. Demnach wären wir als Designer gefordert, das Produkt ständig zu verbessern. Wir werden in einem solchen Fall kontinuierlich Ideen einbringen und die Anlage modifizieren.
(ID:33457530)
