Erste Kontakte nach Ungarn sind geknüpft
>> Die von SWISSMECHANIC organisierte Reise verfolgte den Zweck, dass auch unsere Zulieferbetriebe sich vermehrt dafür interessieren sollten, was ausserhalb ihres bisherigen Binnenmarktes Schweiz vor sich geht. Es geht dabei nicht darum, Produktionseinheiten ins Ausland zu verlagern und damit den Arbeitsplatzabbau in der Schweiz zu fördern. Vielmehr geht es darum, mit ausländischen Partnern auszuloten, wie die Zulieferbetriebe ihre Marktstärke gemeinsam verbessern können.
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RZW. Wir wissen, dass über die Hälfte unserer exportorientierten Unternehmen in unterschiedlicher Ausprägung vom hohen Schweizer Franken betroffen ist. So gehört es zu den Aufgaben des Verbandes, nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, wie eine Effizienzsteigerung möglich ist und die Konkurrenzfähigkeit längerfristig gewährleistet werden kann. Es gehört auch zu den Aufgaben eines Verbandes, seinen Mitgliedern aufzuzeigen, dass in vielen aufstrebenden Ländern die Zeit nicht stillgestanden ist und dass Qualität und Leistung sich im rasanten Tempo unseren Standards annähern. Es geht dabei nicht darum, Produktionseinheiten ins Ausland zu verlagern und damit dem Arbeitsplatzabbau in der Schweiz Vorschub zu leisten. Vielmehr geht es uns darum, Möglichkeiten mit ausländischen Partnern zu prüfen, wie unsere Zulieferbetriebe ihre Marktstärke gegenüber internationalen Grosskonzernen gemeinsam mit ausländischen Partnerfirmen verbessern können. Wenn es gelingt, brachliegendes Synergiepotential auszuloten und zu nutzen, könnte dies längerfristig zum Erhalt von vielen Arbeitsplätzen in den Zulieferbetrieben auf dem Werkplatz Schweiz von zunehmender Bedeutung werden.
So folgten zehn schweizerische Unternehmer dem Aufruf des Verbandes, die Möglichkeit wahrzunehmen, um an einer Tischmesse in der Nähe des Flughafens bei Budapest mit ungarischen Zulieferfirmen erste Kontaktgespräche zu führen. In den Räumlichkeiten des örtlichen Gewerbevereins präsentierten sich rund 30 ungarische Firmen aus der MEM-Branche den Gästen aus der Schweiz. In einer kurzen Begrüssung durch die ungarischen Organisatoren mit Gyula Borka vom IPOSZ – OFI (vergleichbar mit SWISSMECHANIC) und Aron G. Papp, Co-Präsident der Handelskammer Schweiz-Ungarn HSU, wiesen die beiden auf die grosse Bedeutung dieser Veranstaltung hin. Sogar das Regionalfernsehen war vor Ort, um über diesen Anlass zu berichten.
Es war erstaunlich, dass trotz befürchteten sprachlichen Schwierigkeiten die Kontaktaufnahme zwischen den beiden Parteien reibungslos und ohne Berührungsängste sich in einer freundschaftlichen Atmosphäre abspielte. Wie von Aron G. Papp zu erfahren war, hat auch die staatliche ungarische Wirtschaftsförderung, unter dem Präsidium von Frau Erzsébet Dobos, grosses Interesse bekundet, die Kontakte zu SWISSMECHANIC baldmöglichst auf dieser Ebene weiterführen zu können. Insbesondere Segmente aus der MedTech-Branche stehen sehr hoch auf der Prioritätenliste und könnten allenfalls von staatlichen Fördermitteln profitieren.
Auch das seitens SWISSMECHANIC angesprochene Thema Schulung und Ausbildung – Know-How-Transfer Schweiz-Ungarn – stösst auf sehr grosses Interesse. Von ungarischer Seite wird ein weiterer Austausch mit entsprechenden konkreten Schritten seitens der beiden Verbände gewünscht.
Die ungarischen wie auch die schweizerischen Teilnehmer zeigten sich überrascht über den positiven Verlauf der ersten Kontaktgespräche. Es wurde auch betont, dass dies nur der erste Schritt einer möglichen weiteren engeren Zusammenarbeit sein könnte. Aus schweizerischer Sicht konnte festgestellt werden, dass vielfach trotz der Grösse der Betriebe die Produktivität und der Umsatz verglichen mit dem eigenen Standard noch um ein Vielfaches tiefer liegt. Hingegen ist die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen durchaus als positiv zu werten und eröffnet Perspektiven, die der Prüfung einer möglichen vertieften und längerfristigen Zusammenarbeit sich lohnt. Auch von ungarischer Seite kommen durchaus positive Echos. Ist für viele der Teilnehmenden eine solche Veranstaltung erstmalig, für andere hingegen wurden ähnliche Veranstaltungen bereits mit skandinavischen Ländern durchgeführt, die alle ebenfalls durchaus höchst erfreulich verlaufen sind. <<
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