Institut für angewandte Arbeitswissenschaft Fachkräftemangel: Unternehmen können mit KI gegensteuern

Quelle: ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft 2 min Lesedauer

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In fast allen Branchen kommen Fachkräfteengpässe auf uns zu oder sind bereits spürbar. Um die Fachkräftebasis von morgen zu sichern, kann auch Künstliche Intelligenz (KI) als technologischer Baustein – vor allem in den Bereichen Automatisierung und KI-basierte Assistenz – eine bedeutende Rolle spielen.

Der Einsatz von KI-Technologien kann dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken (Symbolbild).(Bild:  Rawpixel Ltd.)
Der Einsatz von KI-Technologien kann dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken (Symbolbild).
(Bild: Rawpixel Ltd.)

Der Fachkräftemangel ist eines der brennendsten Themen in der deutschen Wirtschaft. Bereits jetzt fehlen den Unternehmen Arbeitskräfte. Wenn in den nächsten Jahren die Babyboomer in Rente gehen, wird sich dieser Trend noch verschärfen. «Eine Strategie, mit den Herausforderungen des Arbeitskräfteengpasses umzugehen, kann die Nutzung von KI sein. Denn mit KI-Assistenz, wie wir sie im Projekt «KI_eeper» entwickeln, können Arbeitskräfte zukünftig womöglich schneller eingearbeitet werden. Dies verschafft Unternehmen auch mehr Flexibilität bei der Personaleinsatzplanung», so Nicole Ottersböck wissenschaftliche Expertin am «ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft». Im aktuellen Whitepaper der Plattform Lernende Systeme werden, neben «KI_eeper», weitere Use Cases aufgeführt, die zeigen, wie mit KI dem Fachkräftemangel begegnet werden kann.

Whitepaper: KI gegen Fachkräftemangel

Im kürzlich erschienen Whitepaper der Plattform Lernende Systeme werden die Potenziale des KI-Einsatzes zur Bekämpfung von Fachkräfteengpässen deutlich. Neben dem Use Case aus dem Projekt «KI_eeper» werden weitere Anwendungsbeispiele für KI in Unternehmen anschaulich erläutert. Das Paper gibt wertvolle Hinweise, welche Potenziale neue Technologien haben, um die Herausforderungen von Arbeitskräfteengpässen abzumildern.

Zum Whitepaper

Rund 1,8 Mio. Stellen blieben im Jahr 2023, laut Schätzung der DIHK, unbesetzt. Hinzu kommt die massenhafte Verrentung der Babyboomer aus den 1960er Jahren. Laut den Prognosen des Statistischen Bundesamtes werden 12,9 Mio. Menschen in Deutschland bis 2036 das Renteneintrittsalter erreichen. Diese beiden Faktoren führen dazu, dass heute und in Zukunft verstärkt Arbeitskräfte in den Unternehmen fehlen werden. Auch Migrationsbewegungen können diesen Mangel an Arbeitskraft nicht ausgleichen.

KI im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel einsetzen

Im Projekt «KI_eeper – Know how to keep» wird aktuell erforscht, wie das Wissen der erfahrenen Beschäftigten möglichst effizient mittels KI identifiziert und gesichert werden kann. Das Ziel ist es, mit KI ein Assistenzsystem zu entwickeln, dass sich von selbst aufbaut, ohne dass es von den Erfahrenen erst aufwendig manuell «gefüttert» werden muss. Im Projekt geht es unter anderem um Sensortechnologie, die am Arbeitsplatz installiert ist. Ein Beispiel: Während eines Richtprozesses von Flachstahl werden durch erfahrene Beschäftigte Daten erhoben. Der KI-Algorithmus soll anhand der Daten erkennen, wie eine optimale Arbeitsausführung funktioniert, damit der Flachstahl gerade wird. Wenn diese Informationen bekannt sind, können diese über ein Assistenzsystem unerfahrenen Beschäftigten als Anleitung zur Verfügung gestellt werden.

«Durch gute Assistenzsysteme könnte die ganze Organisation flexibler werden. Wenn an der einen Stelle Beschäftigte fehlen, können schnell andere, angeleitet durch das KI-System, einspringen», erläutert Ottersböck.

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