KMU-Exportindikator

Frankenstärke sorgt für Rekord-Stimmungstief

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Optimierung des Beschaffungswesens

«Die Situation der exportierenden Schweizer KMU hat sich fast ein halbes Jahr nach der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, die EUR/CHF-Wechselkursuntergrenze aufzuheben, leider nicht verbessert», sagt Alberto Silini, Leiter Beratung bei S-GE. «Im Gegenteil, der Wert der S-GE Exportperspektiven liegt mit 43.3 so niedrig und so deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 wie noch nie seit Beginn der Befragung im 2010.» Der Wert errechnet sich aus der Exportstimmung der befragten Schweizer KMU für das 3. Quartal 2015 sowie den effektiven Exporten im Vorquartal. Die Zahl der KMU, die angeben, der starke Franken habe einen negativen Einfluss auf ihr Exportvolumen, hat sich zudem von 67% auf 74% noch weiter erhöht. «Die Unternehmen erachten im aktuellen Umfeld noch immer die Optimierung des Beschaffungswesens als vordringlichste Massnahme gegen den starken Franken, gefolgt von der Senkung der Produktionskosten und Preiserhöhungen. Hingegen wollen weniger KMU ihre Lohnkosten reduzieren als noch im Vorquartal. Unsere Befragung zeigt weiter, dass 24% der Schweizer KMU neue Märkte angehen wollen im Vergleich zu 20% im Vorquartal. Da raten wir mit Nachdruck: So notwendig das Kostensenken ist, die Erschliessung neuer Exportmärkte schafft langfristig Wachstum.»

Webcast

Der Webcast zur aktuellen Exportstimmung mit Bettina Rutschi, Senior Economist bei der Credit Suisse und Alberto Silini, kann man sich hier ansehen <<

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