Energieeffizienz

Fraunhofer IWU untersucht Energie-Einsparpotenziale an Werkzeugmaschinen

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Ein weiteres Einsparpotenzial lässt sich durch energiesparende Standby-Schaltungen erschließen. Voraussetzung dafür sind schnelle Hochlaufzyklen, sodass die Maschine kurzfristig betriebsbereit ist. Eine andere Variante wäre eine Standby-Schaltung, die mehrstufig erfolgt, beispielsweise zuerst die Pumpen abschaltet und später die Steuerung.

Bei der Analyse einer Maschine im 3-Schicht-Betrieb war diese rund 320 h in Bearbeitung, 175 h im Standby und 225 h ausgeschaltet. Das bedeutet, dass die Maschine rund 25% der Gesamtzeit in Wartestellung steht mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 5 KWh. Das entspricht 875 KWh im Monat oder 10500 KWh im Jahr, mit rund 850 Euro Mehrkosten.

Arbeiten nach energetischen Gesichtspunkten verteilen

Ein weiteres und je nach Branche nicht zu vernachlässigendes Einsparungspotenzial ergibt sich mit der Prognose des zu erwartenden Energieverbrauches für den jeweiligen Bearbeitungsschritt sowie unter der Einbeziehung von mehreren Maschinen und Anlagen.

Die zeitliche Verteilung der Arbeiten nach energetischen Gesichtspunkten hilft, Leistungsspitzen zur reduzieren oder zu vermeiden. Deutliche Effekte können sowohl durch die minimale Verzögerung im Bereich von wenigen Sekunden als auch durch die Verschiebung von ganzen Bearbeitungsschritten um mehrere Minuten oder gar Stunden erzielt werden. Dies konnte durch eine umfangreiche Untersuchung und Analyse in einem Presswerk nachgewiesen werden, wo bei eine beachtliche Reduzierung der Leistungsspitzen um mehr als 200 KW möglich war.

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