Die Weichen sind bereits gestellt: Die Zukunft der Fertigung ist vernetzter, schneller, digitaler. Das Jahr 2026 wird bei dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle spielen, weil Fachkräfte, Anlagen, Roboter und Software noch enger aufeinander abgestimmt werden müssen. Visual Components, ein führender Anbieter in der Fertigungssimulation, zeigt, welche Trends dabei im Mittelpunkt stehen.
Matthias Wilhelm, Country Manager DACH bei Visual Components: «Wer Prozesse durchgängig abbildet, KI gezielt einsetzt und Abläufe vorab virtuell prüft, reduziert Fehler, verkürzt Inbetriebnahmezeiten und schafft Produktionslinien, die schneller, flexibler und belastbarer laufen. Genau das ist die Zukunft der Produktion.»
(Bild: Visual Components)
Die Fertigungssimulation befindet sich weiterhin im technologischen Aufschwung. Die Richtung ist dabei klar: weg von visionären Versprechen, hin zu nachweisbaren Produktivitätsgewinnen. Mehr Digitalisierung, vernetzte Datenströme und simulationsgestützte Entscheidungen sorgen dafür, dass Produktionslinien schneller geplant, flexibler angepasst und effizienter betrieben werden können. Vor diesem Hintergrund hat Visual Components fünf zentrale Trends identifiziert, die 2026 prägen werden und die Produktion gezielt auf die Anforderungen von morgen vorbereiten.
1. Prozessketten werden durchgängig digitalisiert
Dank vollständig digitaler Abläufe können Daten vom Entwurf über Simulation bis zur Anlagensteuerung nahtlos zusammenfliessen und ein vollständiges Bild erstellen. Damit entfallen Medienbrüche und Unternehmen können Fehler minimieren, Engpässe vorab erkennen sowie Anpassungen direkt umsetzen. Als Konsequenz läuft die Produktionslinie stabiler, flexibler und effizienter.
Neue DACH-Studie zur Produktion der Zukunft
Eine neue Studie von Visual Components zeigt: Die Produktionsbranche sieht einen hohen Automatisierungsgrad und nachhaltige Prozesse als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit an. Die Ergebnisse machen allerdings auch deutlich, dass viele Betriebe aufgrund hoher Kosten, fehlender Fachkräfte und alter Strukturen den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden.
Für die neue Studie von Visual Components zur Produktion der Zukunft gaben 256 Entscheiderinnen und Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Einblicke in Arbeitsweisen und Strategien. Die Ergebnisse machen eine deutliche Diskrepanz sichtbar: Während 42 Prozent der Befragten einen hohen Automatisierungsgrad als entscheidend für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ansehen und 41 Prozent auf nachhaltige, energieeffiziente Produktionsweisen setzen, ist der Reifegrad in der Praxis oft niedrig. Ein Drittel der Befragten gibt an, überwiegend auf manuelle Prozesse zu bauen, weitere 34 Prozent arbeiten nur teilweise automatisiert und nutzen ihre Daten bislang kaum. Damit klafft eine spürbare Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität.
Als grösste Bremsklötze für den Fortschritt nennen die Branchenexpertinnen und -experten vor allem hohe Investitionskosten (56 Prozent), den Mangel an qualifiziertem Personal (37 Prozent) sowie die schwierige Integration neuer Technologien in bestehende Systeme und Prozesse (36 Prozent). In den kommenden zwei bis drei Jahren planen viele Unternehmen weiterhin verstärkt mit Investitionen in Künstliche Intelligenz (36 Prozent), in die Weiterbildung von Mitarbeitenden (34 Prozent) sowie in den Maschinenpark und neue Anlagen (34 Prozent).
Parallel dazu verschiebt sich auch die Rolle des Menschen in der Fertigung, wobei die Meinungen über das Ausmass der Veränderungen noch auseinandergehen. Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass klassische manuelle Tätigkeiten zwar nicht vollständig verschwinden, sich aber zunehmend verschieben. 50 Prozent erwarten einen stärkeren Fokus auf Überwachung und Steuerung von Prozessen, 21 Prozent sehen Mitarbeitende künftig vor allem als Prozesskoordinatoren. Nur eine Minderheit rechnet damit, dass Routineaufgaben vollständig durch KI ersetzt werden.
«Wir erleben aktuell einen der grössten Umbrüche innerhalb der produzierenden Industrie seit Jahrzehnten», unterstreicht Matthias Wilhelm, Country Manager DACH bei Visual Components in Deutschland. «Automatisierung und Nachhaltigkeit sind dabei keine Optionen mehr, sondern ganz klare Voraussetzungen für zukunftsfähige Unternehmensstrukturen. Produzierende Unternehmen haben diese Realität erkannt, müssen sie jetzt allerdings in vielen Fällen noch konsequenter in die Praxis übersetzen. Das kann nur mit den richtigen Technologien und Partnern funktionieren.»
2. Berufsbilder verändern sich
Die Arbeit verschiebt sich stärker von manuellen Tätigkeiten zu digitalen Aufgaben: Mitarbeitende programmieren Roboter, überwachen virtuelle Abläufe und steuern Maschinen über digitale Tools. Fachwissen bleibt dabei immer zentral, zusätzlich entstehen neue Berufsfelder zwischen Produktionslinie, Technik und Software.
3. Mehr Kollaboration findet in der Cloud statt
Mehrere Mitarbeitende werden zunehmend gleichzeitig an Layouts, Simulationen und Abläufen arbeiten – standortübergreifend und in Echtzeit. Wissen wird geteilt, Wissenssilos werden aufgelöst, Prozesse schneller abgestimmt und Anpassungen direkt umgesetzt, ohne die Produktion dabei anzuhalten.
4. KI wird als Werkzeug alltagstauglich
Die Anzahl der sinnvollen Anwendungsfälle von KI wächst und hilft etwa, Varianten von Layouts oder Automatisierungskonzepten zu vergleichen oder datenbasiert Entscheidungen zu treffen. Sie ergänzt Expertenwissen, erkennt frühzeitig Engpässe und trägt dafür Sorge, dass Produktionslinien schneller, sicherer und wirtschaftlicher laufen.
5. Virtuelle Inbetriebnahme ist auf dem Vormarsch
Bevor eine Anlage physisch läuft, können Unternehmen die Steuerungslogik, Signale und Abläufe digital bereits testen. Auf diese Weise lassen sich Fehler frühzeitig erkennen, Inbetriebnahmezeiten verkürzen und der Stillstand von Anlagen vermeiden.
«Simulation und digitale Planung verändern die Rolle von Fachkräften, ohne sie zu ersetzen», erklärt Matthias Wilhelm, Country Manager DACH bei Visual Components. «Wir beobachten vielmehr eine Verschiebung der Arbeit von der Werkbank auf die digitale Planung. Wer Prozesse durchgängig abbildet, KI gezielt einsetzt und Abläufe vorab virtuell prüft, reduziert Fehler, verkürzt Inbetriebnahmezeiten und schafft Produktionslinien, die schneller, flexibler und belastbarer laufen. Genau das ist die Zukunft der Produktion.»
Mehr als ein Trend
Warum die virtuelle Inbetriebnahme in der Fertigung jetzt entscheidend ist
Matthias Wilhelm ist Country Manager DACH bei Visual Components.
(Bildquelle: Visual Components)
Autor: Matthias Wilhelm, Country Manager DACH bei Visual Components
Der Fertigungsbranche lässt sich derzeit ein hohes Mass an Dynamik attestieren. Ganz praktisch bedeutet das für Produktionsbetriebe, dass sich Märkte in rasender Geschwindigkeit verändern und Kundenanforderungen steigen. Gleichzeitig müssen sie Lösungen für Probleme wie hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und ineffiziente Prozesse finden. Akut wird damit die Frage, welche Strategien Unternehmen heute wählen, um morgen wettbewerbsfähig zu bleiben.
Ein aktuelles Stimmungsbild liefert dazu eine Befragung von 256 Entscheiderinnen und Entscheidern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Visual Components durchgeführt hat. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Ein hoher Automatisierungsgrad wird von den Unternehmen als entscheidender Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eingeschätzt. Bei der operativen Umsetzung auf dem Shopfloor hinkt die Realität allerdings deutlich hinterher. Rund zwei Drittel der Befragten verfügen bislang nicht über entsprechend automatisierte Prozesse. Als grösste Hürden werden dabei vor allem die Investitionskosten (56 Prozent), fehlendes Personal (37 Prozent) sowie die Integration in bestehende Infrastrukturen (36 Prozent) genannt.
Besonders aufhorchen lässt dabei aber auch eine weitere Erkenntnis aus der Studie. Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass die virtuelle Inbetriebnahme derzeit kein relevantes Thema für sie ist. Das ist eine bemerkenswert hohe Zahl, über die gesprochen werden sollte. Sie zeugt von einem Projektverständnis, in dem die Inbetriebnahme noch immer als späte, in erster Linie physische Phase gedacht wird. Als ein Schritt, der erst dann an Bedeutung gewinnt, wenn Anlagen, Systeme und Prozesse bereits existieren. Dieses Verständnis ist historisch gewachsen und hat lange funktioniert. Mit den aktuellen Rahmenbedingungen wird dieser Ansatz allerdings zunehmend zum Risiko. Produktionsprojekte sind komplexer geworden, Ressourcen teurer, Zeitfenster enger. Zu spät erkannte Fehler lassen sich nicht ohne erhebliche Mehrkosten oder Verzögerungen korrigieren. Genau diese Faktoren entscheiden aber über fristgerechte Lieferungen und Wirtschaftlichkeit – und damit über die Wettbewerbsfähigkeit.
Produzierende Unternehmen sollten die virtuelle Inbetriebnahme daher nicht als das nächste Tool oder einen weiteren Trend verstehen, sondern als einen grundsätzlichen Perspektivwechsel betrachten. Der Ansatz verlagert Erkenntnisse nach vorne. Abläufe, Schnittstellen und Ressourcenbedarfe lassen sich prüfen, bevor sie in physische Anlagen gegossen sind. Das verändert nicht nur den Zeitpunkt, zu dem Probleme sichtbar werden, sondern auch die Qualität der Entscheidungen, die anhand der gewonnenen Erkenntnisse getroffen werden.
Die Vorteile dieser frühen Transparenz sind Zeitersparnis, höhere Qualität und geringere Kosten. Es geht also um planbarere Projektverläufe, weniger Fehler, Minimierung der Ressourcenverschwendung und das Verhindern von Stillstand im laufenden Betrieb. Auf diese Vorteile dauerhaft zu verzichten, ist unter den heutigen Wettbewerbsbedingungen keine zukunftsfähige Strategie.
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Stand vom 30.10.2020
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