Gedanken zum <br/>Jahreswechsel

Redakteur: Redaktion SMM

Auch an das kommende Jahr 2010 werden wir Erwartungen und Hoffnungen richten. Wir werden Ziele und Verpflichtungen haben. Wenn aber unerwartete Ereignisse eintreten, müssen manche Ziele korrigiert und Erwartungen angepasst werden.

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Nur noch einige Tage, und im Buch der nie endenden Zeitgeschichte gilt die Seite für das Jahr 2009 als geschrieben und kann geschlossen werden. Eine neue, unbeschriebene Seite für das Jahr 2010 kann geöffnet werden. Nichts gibt es, was nicht in diesem Zeitbuch festgehalten wird. Ein Ritual, das sich stets wiederholt, seit die Menschen den ewigen Rhythmus der Natur in ein kalendarisches System gezwängt haben. Erwartungen und Hoffnungen, die zu Beginn eines Jahres angedacht, ausgesprochen oder gar niedergeschrieben wurden, werden im Laufe des Jahres, Monat für Monat, der unerbittlichen Realität gegenübergestellt. Budgets, Jahresplanungen und die damit verbundenen mittel- und langfris-tigen persönlichen oder unternehmerischen Vorgaben stimmen dann oft nicht mehr mit der eingetretenen Realität überein.

Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Vorsätze und unsere Planung anzupassen, zurechtzubiegen oder - in eine andere Richtung zielend - völlig neu zu definieren. Werden die gesteckten Ziele nicht erreicht, ist dies vielfach gleichzusetzen mit Enttäuschung und dem Empfinden einer persönlichen Niederlage. Analytisch wird nach der Fehlbeurteilung geforscht, Ursachen werden selbstkritisch hinterfragt, oder die Schuldzuweisung wird der Einfachheit halber weiterdelegiert.

Unser westlich geprägtes Denkmuster ist durchsetzt vom Glauben an die Machbarkeit, das Realisieren von Zielvorgaben, alleine durch die Rationalität des Denkens und deren Umsetzung durch Fleiss und Arbeit.

Wenn uns im Laufe eines Jahres Unerwartetes, sogenannte Imponderabilien, einholen und somit die zu Beginn eines Jahres gesetzten Erwartungen, Hoffnungen und Planvorgaben ins Schlingern geraten, fehlen oft kurzfristig wirksame Gegenrezepte, um den vorprogrammierten Weg zu verlassen und auf neuen Pfaden das Jahr dennoch erfolgreich zu bewältigen.

Trotzdem ist es richtig, dass all die ins neue Jahr gesetzten Erwartungen zielgenau definiert und angepackt werden. Dies aber im Wissen, dass irgendwo und irgendwann zwischen Januar und Dezember allenfalls neue Ziele definiert und die Schwerpunkte der Jahresplanung völlig neu gesetzt werden müssen. Wer dies rechtzeitig bedenkt, dem wird es auch gelingen, das Unerwartete zu akzeptieren, nicht enttäuscht über die eigene Fehlplanung zu sein und die neuen Herausforderungen positiv aufzunehmen und sich und sein Unternehmen trotzdem auf einem erfolgreichen Weg bis zum darauffolgenden Jahresende zu führen.

Ich wünsche Ihnen allen frohe Festtage und eine erfolgreiche Jahresplanung für 2010. Und so kann dieses Editorial philosophisch enden mit den Worten: «Wer weiss schon heute, was morgen Vergangenheit sein wird.»

Ihr Robert Z. WelnaDirektor Swissmechanic