Generative Verfahren für die Medizintechnik

Redakteur: Redaktion SMM

Zum zweiten Mal stehen generative Verfahren wie Rapid Prototyping oder Rapid Manufacturing im Fokus einer (MEET THE EXPERT)-Veranstaltung von Medical Cluster. Das Forum findet am Donnerstag, den 15. April bei der inspire AG in St. Gallen statt.

Anbieter zum Thema

Im Fokus dieses 2. Forums «Meet the Expert, Rapid Prototyping & Rapid Manufacturing» stehen die Generativen Verfahren und deren Anwendung in der Medizintechnik-Branche. Die Möglichkeiten dieser schichtweise arbeitenden Technologien bei der Herstellung von Prototypen und Funktionsmodellen sind vielfältig und anerkannt. Die Technologien und verarbeiteten Materialien haben heute einen Entwicklungsstand erreicht, welcher es erlaubt, direkt Implantate patientenspezifisch als Unikate oder auch in Kleinserien zu fertigen. Selbst resorbierbare Biomaterialien werden zu sogenannten Scaffolds verarbeitet.

Erfahrene Entwickler, Ärzte und Anwender der Rapid-Manufacturing-Technologien präsentieren den Stand der Technik und geben Auskunft zu Anwendungen, Biokompatibilität, Qualität, rechtlichen Aspekten und Wirtschaftlichkeit. Daneben wird aufgezeigt, wie der Einsatz von Rapid Manufacturing das Produktdesign vorteilhaft beeinflussen kann.

Parallel zum Forum findet eine Tischmesse statt. Während einem Rundgang durch das Institut inspire AG, irpd in St.Gallen werden produzierende generative Verfahren nähergebracht und während einer Tour durch die Empa St.Gallen Arbeiten mit Biomaterialien präsentiert.

Generative Verfahren - schichtweise Fertigung von Bauteilen

Seit seiner Erfindung vor über 20 Jahren hat sich das schichtweise Sintern von pulverförmigen Materialien mit Lasern etabliert und es werden heutzutage viele Teile für die unterschiedlichsten Industriebereiche hergestellt. Sowohl Kunststoff- als auch Metallpulver sind diesen generativen Technologien zugänglich. Bei Kunststoffen spricht man von selektivem Lasersintern (SLS), bei Metallen von selektivem Laserschmelzen (SLM). Neben der Herstellung von Prototypen (Rapid Prototyping, RP) rücken die «Additiven Prozess-Technologien» auch als Produktionstechniken für grössere Bauteilserien (Rapid Manufactur­ing, RM) immer mehr in den Fokus des Interesses und ein rasanter Fortschritt von RM wird prognostiziert. Damit die RP/RM-Prozesse ihr erwartetes Potential zukünftig ausschöpfen können, ist neben der technologischen Weiterentwicklung der Sinteranlagen und Prozesssteuerungen auch eine stetige Erweiterung des Materialspektrums erforderlich, um immer spezifischere Kundenbedürfnisse abdecken zu können. Hierzu leistet inspire irpd einen wesentlichen Beitrag.