Frässtrategie bei Siemens

Genial: Trochoides Fräsen für Turbinen-Fertigung

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Test im Mapal-Versuchszentrum

Die Experten von Mapal hatten auch einen passenden Vorschlag, wie die Probleme in den Griff zu bekommen wären: Durch den Einsatz des trochoiden Fräsens.

Schon kurze Zeit später besuchten die Verantwortlichen des Gasturbinenwerks Berlin das Mapal-Versuchszentrum in Aalen, um die Ergebnisse der ersten erfolgreichen Testbearbeitungen zu inspizieren und zu diskutieren. «Das bestens ausgestattete Versuchszentrum und auch die ersten Testresultate haben uns sehr beeindruckt», berichtet Thomas Werner. «Allerdings hegten wir noch Zweifel bezüglich der Übertragbarkeit der Testergebnisse aus einer Versuchsbearbeitung auf einer anderen Maschine auf die Gegebenheiten bei uns vor Ort.»

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Die grössten Bedenken betrafen dabei die verfügbare Dynamik des vorhandenen Bearbeitungszentrums vom Typ Jomach 246, Baujahr 1999, auf dem im Gasturbinenwerk die Taschen gefräst werden. «Wir hatten in der Vergangenheit schon mehrfach so unsere Probleme, wenn auf dieser Anlage schnelle Verfahrwege gefordert waren», verrät Thomas Werner.

Werkzeugspezialist Mapal als Prozesspartner

Das Entwickler-Team von Mapal stellte sich der Herausforderung und lieferte nicht nur neue Werkzeuge, sondern übernahm auch gleich noch die NC-Programmierung des Bearbeitungsprogramms unter Einsatz der Software iMachining von SolidCAM.

«Begeistert hat mich dabei, dass die Mapal-Kollegen ohne Wenn und Aber zu uns nach Berlin gekommen sind, um mit uns zusammen zu ermitteln, was sich aus unserer Maschine und den neuen Werkzeugen herausholen lässt», erinnert sich Tim Hennig von der CAD-CAM-Gruppe des Siemens-Gasturbinenwerks gerne.

Optimierte Werkzeuge perfektionieren Bearbeitung

Auf Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse und nach der Bearbeitung einiger Taschen eines Laufrads für die SGT5-8000H mit Werkzeugen aus dem Mapal-Standardprogramm wurden von Mapal auf die spezifische Aufgabenstellung optimierte Werkzeuge entwickelt und bereits im Herbst 2014 in Betrieb genommen. Dabei konnte die Vorschubgeschwindigkeit des trochoiden Bearbeitungsprozesses, bei einer Drehzahl von 2400 1/min, von den anfänglich gewählten 750 mm/min auf 1000 mm/min erhöht und die Bearbeitungszeit damit weiter reduziert werden.

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