Frässtrategie bei Siemens

Genial: Trochoides Fräsen für Turbinen-Fertigung

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Bearbeitungszeit halbiert – Kosten massiv gesenkt

Mit den massgeschneiderten VHM-Sonderwerkzeugen – einem Schaftfräser (Durchmesser 12 mm) und einem Wechselkopfvollradiusfräser (Durchmesser 42 mm) – dauert das Schruppen einer Impellertasche mit dem trochoiden Fräsverfahren jetzt nur noch zwölf Minuten und die Fertigbearbeitung 7,7 Minuten – Werte, die fast genau den im Versuchszentrum bei Mapal ermittelten Zahlen entsprechen.

Perfekt: Standzeit mehr als verzehnfacht

Gleichzeitig konnte die Standzeit beim Schruppen gegenüber dem vorher verwendeten konventionellen Fräser mehr als verzehnfacht (vorher 2, jetzt 22 Taschen) und beim Schlichten verdreifacht (vorher 22, jetzt 66 Taschen) werden. Dabei verbesserte sich als angenehmer Nebeneffekt auch noch die Oberflächenqualität.

«In Summe haben wir die Fertigungszeit der Impellerbearbeitung eines kompletten Turbinenrads, von 5000 Minuten auf 1600 Minuten verkürzt und die Bearbeitungskosten um 62 Prozent gesenkt», fügt Thomas Werner zufrieden hinzu.

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Maximale Prozesssicherheit sichergestellt

Zusätzlich entfallen die Kosten für das Nachschleifen und der damit verbundene Logistikaufwand, da die Verantwortlichen entschieden haben, die Werkzeuge angesichts der hohen Standzeiten nach dem Gebrauch direkt zu entsorgen, um auch noch die letzte verbleibende Unsicherheit, die die Prozesssicherheit gefährden könnte, zu eliminieren.

Weiteres Projekt angeschlossen

Aufbauend auf diesen ersten Erfolg, haben die Teams von Siemens und Mapal im Anschluss gleich noch die Bearbeitung einer weitgehend identischen Radscheibe für die 60-Hz-Version der Turbine, die SGT6-8000H, erfolgreich abgeschlossen. Damit konnte die mit dem Wechsel auf die neue Fräs-Lösung erreichte hohe Prozesssicherheit endgültig bestätigt werden. <<

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