Halbjahreszahlen Georg Fischer: Globale Marktpräsenz kompensiert Abkühlung in Europa

Redakteur: Thomas Koch

In der ersten Jahreshälfte 2012 sah sich Georg Fischer mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Während die Verkäufe in Asien und insbesondere in Amerika zunahmen, hatten die Schwierigkeiten in der Eurozone einen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage in Europa. Der Gesamtumsatz konnte mit CHF 1,87 Mia. auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2011 gehalten werden. Währungs- und akquisitionsbereinigt blieb der Umsatz auf der Höhe des Vorjahreszeitraums.

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Georg Fischer hatte mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen.
Georg Fischer hatte mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen.
(Bild: Georg Fischer)

Trotz anspruchsvoller Marktbedingungen in Europa, die sich nachteilig auf die Auslastung mehrerer Standorte auswirkten, wurde ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 113 Mio. erreicht. Dieser Wert blieb hinter dem sehr starken Resultat der ersten Jahreshälfte 2011 (CHF 130 Mio.) zurück,übertraf jedoch das Ergebnis des zweiten Halbjahres 2011 (CHF 105 Mio.).

Die EBIT-Marge (ROS) betrug 6,1 Prozent, und die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) lag bei 11,5 Prozent. Alle drei Unternehmensgruppen erzielten zweistellige ROIC-Werte, deutlich über den Kapitalkosten. Das Konzernergebnis von CHF 80 Mio. fiel geringer aus als im ersten Halbjahr 2011 (CHF 92 Mio.).

Saisonale Effekte und die Finanzierung zweier Akquisitionen im Volumen von CHF 77 Mio. bewirkten im Berichtszeitraum einen negativen freien Cashflow in Höhe von CHF 139 Mio. Für das zweite Halbjahr 2012 wird ein deutlich positiver Cashflow erwartet. Die Bilanz blieb mit einer Eigenkapitalquote von 41 Prozent weiterhin sehr solide. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg leicht von 13 600 zum Jahresende 2011 auf 13 839, hauptsächlich infolge der Konsolidierung zweier Akquisitionen in den USA sowie der personellen Aufstockung an neuen Standorten in Asien. Durch den verstärkten Einkauf in Euro und den Anstieg der Produktion in Asien und den USA konnte das Währungsexposure deutlich reduziert werden.

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