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GF Automotive
GF Automotive hatte im ersten Halbjahr mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa zu kämpfen. Während das Geschäft mit Premium-Automobilherstellern konstant auf hohem Niveau blieb, gingen die Umsätze mit den Produzenten im Kleinwagen-Bereich sowie mit Nutzfahrzeugherstellern zurück. Dies wirkte sich negativ auf die Auslastung einiger europäischer Standorte aus. Die Umsätze in China konnten weiter gesteigert werden, ohne jedoch die stagnierende Entwicklung in Europa vollständig auszugleichen. Entsprechend gingen die Umsätze im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 1 Prozent in Lokalwährungen bzw. um 5 Prozent in Schweizer Franken auf CHF 824 Mio. zurück. Das Betriebsergebnis sank von CHF 44 Mio. im Vorjahreszeitraum auf CHF 37 Mio. Die Rohstoffpreise blieben tendenziell stabil, jedoch kam es in Deutschland und Österreich zu einem beträchtlichen Anstieg der Lohn- und Energiekosten. Durch flexible Arbeitszeitmodelle wurden die Kosten den Einnahmen angepasst. So ist die Zahl der Temporärmitarbeitenden und der Überstunden an mehreren Standorten in Europa deutlich gesunken.
Zur Steigerung der Produktivität und zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit investiert GF Automotive in eine hochmoderne und vollautomatische Formanlage in der Eisengiesserei im deutschen Mettmann. Die neue Anlage wird im vierten Quartal 2012 in Betrieb gehen und wird Qualität und Liefertreue noch weiter steigern. GF AgieCharmilles verzeichnete gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 eine Umsatzsteigerung von 2 Prozent auf CHF 398 Mio. In lokalen Währungen betrug die Steigerung 4 Prozent. Die Ausrichtung der Produktpalette auf die wichtigsten Marktsegmente Elektronik, Mobiltelefone, Luftfahrt und Medizinaltechnik trug zur Umsatzsteigerung bei. In der Folge konnte das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich von CHF 12 Mio. in der ersten Jahreshälfte 2011 auf CHF 17 Mio. gesteigert werden. Zahlreiche Neuaufträge haben dazu geführt, dass der Auftragsbestand sich seit Dezember 2011 noch erhöht hat. Somit ist eine gute Auslastung der Produktionskapazitäten in den kommenden Monaten gewährleistet. Um der bestehenden Nachfrage gerecht zu werden, hat GF AgieCharmilles ihre Fertigungskapazitäten für Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschinen ausgeweitet und parallel dazu ein neues Democenter im schweizerischen Nidau eröffnet, um die Serviceleistungen in den Bereichen Beratung und Tests zu optimieren. Durch den verstärkten Einkauf in Euro und das Hochfahren der Produktion an den beiden Standorten in China konnte GF AgieCharmilles ihre Marktpräsenz weiter festigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich steigern. Mittlerweile wird der Grossteil der Maschinen in China produziert.
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