Globale Zusammenarbeit mit PDM gestärkt

Redakteur: Redaktion SMM

Stiebel Eltron, Hersteller von energiesparenden und umweltschonenden Lösungen für die Warmwasserbereitung, Lüftung und Heizung, hat seine globale Präsenz in den letzten Jahren erheblich verstärkt. Die Einführung der Produktentwicklungsplattform Windchill PDM Link von PTC ermöglicht eine effiziente Zusammenarbeit der weltweit verteilten Entwicklungsstandorte.

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her. In den letzten Jahren hat Stiebel Eltron die komplette Produktpalette erneuert, um den Energiebedarf weiter zu verringern und die Wiederverwertbarkeit von Materialien und Komponenten zu erhöhen. «Der Wettbewerbsdruck hat sich spürbar erhöht: Als unsere Führungsposition bei den Durchlauferhitzern in Gefahr geriet, mussten wir innerhalb weniger Monate eine neue Produktgeneration auf die Beine stellen», sagt Olaf Diederich, Leiter Entwicklung und Fertigung Durchlauferhitzer: «Die leistungsfähige IT Infrastruktur von Windchill PDM Link hat im Bereich der Artikelkonstruktion alle Vorteile ausgespielt und so die zeitgerechte Bereitstellung der neuen Durchlauferhitzergeneration ermöglicht.»

Neue Produkte entwickeln die Konstrukteure schon seit 1998 mit dem parametrischen CAD/CAM/CAE-System Pro/ENGINEER. Die PTC-Lösung überzeugte die Anwender damals wie heute durch ihre breite Modulpalette, die alle Anforderungen bei der Konstruktion von Blech- und von Kunststoffteilen sowie der notwendigen Werkzeuge abdeckte. Darüber hinaus bot PTC sehr leistungsfähige und gut integrierte Funktionen für Finite-Elemente-Berechnungen und für Toleranzfeldanalysen, mit denen man Bauteile gleich so auslegen kann, dass sie innerhalb der Baugruppe die vorgegebenen Toleranzen einhalten.

Während die verschiedenen Entwicklungsstandorte in der Vergangenheit relativ autark operierten, nimmt die Produktverflechtung seit einigen Jahren stetig zu. Es werden immer mehr Daten gemeinsam genutzt, was eine frühzeitige Vereinheitlichung der IT-Infrastrukturen erforderlich machte: «Wir haben heute in allen Produkten Gleichteile, neben Normteilen mit steigendem Anteil produktspezifische Teile, die die grundsätzlichen Anforderungen der Standardisierung erfüllen müssen. Diese Forderung lässt sich nur durch einen generischen Ansatz erfüllen, der die Grundlage in der konstruktiven Umsetzung neuer Produktideen bildet. Konsequenz über alle Produkte und Werke: immer weniger unterschiedliche Teile mit identischen Funktionen», erläutert Diederich. Somit gibt es immer mehr spezifische Teile, die über die Standorte ausgetauscht werden können, wie zum Beispiel die Kunststoffteile, die grösstenteils im Werk Eschwege in Deutschland gefertigt werden. Konsistenz und Aktualität der Daten einer gemeinsamen Datenbasis sind als Erfolgsfaktor von zentraler Bedeutung.

Infrastruktur für standortübergreifende Zusammenarbeit

Früher hatten alle Entwicklungsstandorte separate Produktdatenmanagement-In-stallationen und tauschten nur punktuell Daten aus. Als die Standleitungen schneller und kostengünstiger wurden, unternahm Stiebel Eltron 2004 einen ersten Anlauf zur Integration und verschmolz die lokalen Datenbanken der drei Entwicklungsstandorte in Deutschland. Mit dem Erwerb eines weiteren Werks in der Slowakei und der Expansion nach Thailand und China ergaben sich jedoch neue Anforderungen, was die standortübergreifende Zusammenarbeit anbelangt, die mit der bestehenden Infrastruktur nicht mehr adressiert werden konnten. Deshalb entschloss man sich, das bestehende Produktdatenmanagement durch Windchill PDMLink abzulösen. «Es gab zu der PTC-Lösung keine Alternative», sagt Martin Gröschl, CAD-Systembetreuer und Leiter des PDM-Projekts bei Stiebel Eltron. «Wir haben uns natürlich auch andere Lösungen angeschaut, aber schnell gesehen, dass sie nicht in der Lage waren, die Komplexität der CAD-Datenstrukturen zu verwalten. Sonst hätten wir bei der Arbeit mit Pro/ENGINEER funktionale Abstriche in Kauf nehmen müssen, beispielsweise was die Verwendung von Familientabellen anbelangt.»

Ein gemeinsames Projektteam von Stiebel Eltron und Mitarbeitern der Global Services Organisation (GSO) von PTC plante die Implementierung der neuen PDM-Lösung von langer Hand. Im April 2008 wurde das Projekt Key-Usern aus den betroffenen Fachabteilungen vorgestellt, um ihre Unterstützung sicherzustellen. Dann analysierte das Team Datenbanken und Datenaufkommen, legte fest, welche Hardware beschafft werden sollte, definierte die neuen Workflows und stellte einen Zeitplan für die Umschulung der Anwender auf. Dank der minutiösen Vorbereitung schaffte man die Umstellung zum geplanten Zeitpunkt und ohne Einschränkungen bei der Funktionalität, wie PDM-Projektleiter Martin Gröschl sagt. Auch der vorgegebene Kostenrahmen konnte eingehalten werden.