3D Systems: Acrylatharz für Stereolithografie Grosse, stabile Bauteile generativ fertigen
Stabile, langlebige Bauteile mit glatten Oberflächen lassen sich mit dem Verfahren Stereolithografie aus dem Acrylatharz Accura AMX Rigid Black von 3D-Systems herstellen. Sie eignen sich als Prototypen und Ersatzteile für Automobile, als Einzelstücke im Motorsport und für Konsumgüter.
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Bauteile aus dem widerstandsfähigen und verschleissbeständigen Acrylatharz erweisen sich über längere Zeiträume als mechanisch stabil und gegen Verschleiss beständig. Der Werkstoff ist auf eine mechanische Beständigkeit von bis zu acht Jahren im Innenbereich und anderthalb Jahren im Außenbereich ausgelegt.
Genau und optisch anspruchsvoll
Mit dem Verfahren Stereolithografie gefertigte Bauteile überzeugen mit aussergewöhnlicher Auflösung, Genauigkeit und Oberflächenqualität. Sie werden mit der Drucktechnologie SLA-3D hergestellt. Ihre Eigenschaften, vor allem ihre Isotropie, sind vergleichbar Bauteilen aus Thermoplasten, die durch Spritzgiessen hergestellt wurden.
Automobilentwicklung gefördert
Im Jahr 2019 etablierten 3D Systems und TOYOTA Gazoo Racing (TGR) eine Partnerschaft, um die Automobilentwicklung zu verbessern. Sie haben gemeinsam revolutionäre Ideen für das Design und die Produktion von Automobilen entwickelt und verwirklicht. TGR verfügt über umfassende Erfahrungen mit den Werkstoffen Figure 4 von 3D Systems. Die Spezialisten für Automobilentwicklung waren besonders beeindruckt von den mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs Figure 4 PRO-BLK 10. Allerdings benötigte man eine Vorrichtung für CNC-Maschinen, die aufgrund ihrer Abmessungen nicht mit den 3D-Druckern der Baureihe Figure 4 gefertigt werden können. Als Alternative erachteten sie das jüngst verwirklichte Acrylatharz von 3D-Systems. Dazu sagt Alexander Liebold, Gruppenleiter, Production Engineering & Future Technologies bei TGR: «Mit dem Werkstoff Accura AMX Rigid Black können wir grössere, komplexe SLA-Produktionsteile herstellen, beispielsweise Fertigungshilfen in Originalgrösse.» Bei TGR haben die Fertigungstechniker das Acrylatharz zum Herstellen 3D-gedruckter Vorrichtungen eingesetzt. Letztere dienen dazu, grössere Automobilkomponenten beim CNC-Fräsen zu stabilisieren. Vorteilhaft ist, dass die Bauteile isotrop und hoch fest sind sowie ohne Nacharbeit nach dem 3D-Druck glatte Aussenflächen haben. Das ist für den länger dauernden Einsatz als Bauteile für genaue Vorrichtungen ein entscheidendes Kriterium Wie Alexander Liebold berichtet, verkürzen diese herausragenden Eigenschaften des Acrylatharzes die Bearbeitungszeit für die Vorrichtungen um bis zu 90 Prozent, einhergehend vermindern sie die Kosten um etwa 60 Prozent. Er fügt an: «Das ist eine bahnbrechende Innovation für die Produktion.»
Für Gehäuse, Strukturbauteile und Konsumgüter
Bauteile aus dem Werkstoff Accura AMX Rigid Black eignen sich für nahezu sämtliche Komponenten, die langfristig genutzt werden sollen. Somit kann man im 3D-Druck sämtliche Bauteile herstellen, die bisher im Spritzgiessverfahren oder im Soft-Tooling-Prozess gefertigt wurden. Das betrifft unter anderen Komponenten für Elektrogeräte, Fertigungshilfen und Spannvorrichtungen. Dienstleister können beispielsweise grosse Gehäuseteile für Funktionsprototypen produzieren. Auch für Konsumgüter lassen sich langlebige Bauteile im 3D-Druck herstellen. Spezialisierte Auftragsfertiger können aus dem Acrylatharz individuelle, tragende Komponenten fertigen, zum Beispiel Hebel, Arme, Kupplungen, Kurbeln, Vorrichtungen und Halterungen. - kmu - SMM
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