Product Lifecycle Management

>> Dassault Systèmes European Customer Forum 2011: 3D und "Life-Like Experience"

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Biomimicry oder was der Eisvogel mit dem "Shinkansen" gemeinsam hat

Eindrücklich war die Vision der Keynote-Sprecherin Janine Benyus, Autorin und President von "Biominicry 3.8".

"Biominicry 3.8".

Die zukünftige Produktentwicklung müsse von der Natur noch mehr lernen als sie es bis anhin gemacht hat und sich andere Denkweisen aneignen. Die Design-Prozesse der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte hätten sich verfestigt und bräuchten neue kreative Impulse. Forschungs- und Konstruktionsabteilungen beginnen deshalb vermehrt, Biologen anzuheuern, um so zu neuem oder bisher unentdecktem Ideenpotenzial zu gelangen.

Ein paar Beispiele: Architekten erforschen, wie man aus Nebel durch grosse Fassadenflächen Wasser (filtern und) in Gebäude hineinbringen kann. Der Japanische Hochgeschwindigkeitszug "Shinkansen" benötigt dank Lärmreduktionsmassnahmen effektiv 15 Prozent weniger Energie (inspiriert wurde das Lokomotiv-Design vom Eisvogel, der vor allem beim Eintritt ins Wasser eine fast widerstandsloses Profil annimmt). Das Gefieder des Pfaus ist eigentlich braun, nur durch die verschiedenen Schichten bzw. deren Struktur erscheint uns das Tier in den buntesten Farben (auf diese Weise könnten bei einem Produkt Energie und chemische Umweltbelastungen vermieden werden). Das Zebra verfügt über ein kluges "Kühlkonzept": Da die Luft über den schwarzen Streifen wärmer ist als jene über den weissen, beginnt sie sich mit der Luft über den weissen Partien zu verwirbeln und kühlt so das Fell. Da die Schweissporen nur unter den weissen Streifen sind, entsteht durch diese Transpiration zusätzlich ein leichter "Sprühnebel" und unterstützt diesen Prozess. Kurz: Die Natur ist extrem optimiert und die Produktentwicklung könnte sich davon noch weit mehr inspirieren lassen. Deswegen das Motto "Innovation in Life" am Dassault Systèmes ECF in Paris. <<

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