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Schliesslich wurde vom Hersteller für die komplette Bohr-, Senk- und Reib-Bearbeitung von Bohrungen, Fasen und Planflächen ein aus fünf Werkzeugen bestehendes Set zusammengestellt, das die hoch produktive Teilefertigung auf einer Maschine erlaubt. Zudem arbeiten jetzt alle Werkzeuge mit Minimalmengenschmierung bei einem Druck von lediglich 6 bis 8 bar.
Standard- und Sonderwerkzeuge im Einsatz
Zum Einsatz kommen folgende Standard- und Sonderwerkzeuge: Ein multifunktionales Sonder-/Kombiwerkzeug mit 3 PKD-Wendeschneidplatten und einem VHM-Einsteckbohrer zur Komplettbearbeitung der Kernlochbohrung und einer Planfläche in einem Arbeitsgang, dadurch konnte die Taktzeit um 12,3 Sekunden verringert und die Standmenge von ehemals 18 000 auf nunmehr 40 000 Teile erhöht werden; PKD-Feinbohrwerkzeug mit vier Schneiden und ungleicher Teilung sowie mit Vorschneidstufe zum Vorbohren und Reiben (eine Schneide ist im µm-Bereich einstellbar) der Lagerschale.
Die Taktzeit konnte hier um 28 Sekunden reduziert, die Standmenge von zuvor 30 000 auf jetzt 40 000 Teile erhöht werden, und es wird jetzt nur noch ein Werkzeug anstatt früher zwei benötigt, wodurch ein Arbeitsgang, ein Werkzeug und der Werkzeugwechsel entfallen; Vollhartmetall-Tieflochbohrer für Aluminium in Standardausführung mit 4 mm Durchmesser anstatt eines früher eingesetzten Einlippentieflochbohrers für 30 x D, Taktzeitverringerung um 7 Sekunden sowie Standmengen-Steigerung von früher 6000 auf jetzt 7000 Werkstücke.
Vollhartmetall-Tieflochbohrer in Standardausführung für Aluminium mit 5,0 mm Durchmesser anstatt des vorher genutzten Einlippentieflochbohrers für 40 x D, Taktzeiteinsparung 11 Sekunden und Erhöhung der Standmenge von 6000 auf 9000 Werkstücke; PKD-Feinstbearbeitungswerkzeug zur Bearbeitung einer weiteren Bohrung in einem Durchgang, Einsparung bei der Taktzeit 16 Sekunden, Standmengenerhöhung von 20 000 auf 30 000 Teile, anstatt vorher zwei jetzt nur noch ein Werkzeug im Einsatz, dadurch Wegfall eines Arbeitsgangs, eines Werkzeugs und natürlich auch des Werkzeugwechsels.
Praxisnahe Prozessauslegung
Mit den Einsparungen bezüglich Bearbeitungszeiten, Arbeitsgängen, Werkzeugen und Werkzeug-Handling sowie der Umstellung von konventioneller Kühlschmierung auf Minimalmengenschmierung wird aufgezeigt, dass im Bereich der Zerspanung noch sehr viel Rationalisierungspotenzial steckt. Dieses zu heben, kommt weniger den neuen Hochleistungs-Bearbeitungszentren, sondern in erster Linie der praxisnahen Prozessauslegung mit entsprechender Werkzeugausrüstung zu. Der Erfolg bei der Bearbeitung der Lagerrahmen aus Aluminium verdeutlicht zudem, welche Ergebnisse möglich sind, wenn man eingefahrene Geleise verlässt und unkonventionellen Bearbeitungslösungen die Chance gibt, sich bewähren zu können. <<
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