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Der Maschinenbauer verwendete in solchen Fällen bisher temperierte Kugelgewindetriebe mit einem Hohlwellenschaft, durch den die Kühlflüssigkeit geleitet wird. Oder – und das ist eine der Innovationen, die NSK zeigt – er setzt ein System ein, bei dem die Mutter gekühlt wird. Dann wird der Antrieb genau dort temperiert, wo die Wärme entsteht, nämlich an der Kontaktfläche von Mutter und Spindel. Auch die Mutternaufnahme wird wirkungsvoll gekühlt, und der Führungstisch behält ebenfalls die vorgegebene Temperatur.
Kompakte Konstruktionen
Für die Lagerung von Kugelgewindetrieben bei Umformanlagen (Pressen) und Spritzgussmaschinen benötigt man Lager mit geringer Reibung und hohen Tragzahlen. Daher verwendet man mehrreihige Schrägkugellager mit extra grossen Kugeln, die die Kontaktfläche vergrössern und hohe axiale Lasten aufnehmen können. Hier bewährt sich die Baureihe TAC-HR von NSK, die bei dieser anspruchsvollen Anwendung im Vergleich zu konventionellen Schrägkugellagern eine rund fünfmal höhere Lebensdauer erreicht. Nun steht eine neue Baureihe zur Verfügung, die dieselben Leistungsmerkmale und Tragzahlen bietet – allerdings bei deutlich kompakteren Abmessungen. Denn der geringere Innendurchmesser der neuen Baureihe TAC-SHR erlaubt den Einsatz von Kugelgewindetrieben mit kleinerem Wellendurchmesser am Wellenende, ohne dass man die Anzahl der Kugellager pro Linearachse erhöhen müsste. Das wiederum schafft die Voraussetzung für kompaktere Konstruktionen des Antriebsstrangs.
Hohe Geschwindigkeit bei schweren Lasten
Schwerlast-Kugelgewindetriebe schaffen die Voraussetzung dafür, auch hohe Lasten präzise, schnell und effizient zu verfahren. Dem Trend zu immer höheren Bearbeitungsgeschwindigkeiten folgend, wünscht der Maschinenbau Schwerlast-Linearantriebe, die immer höhere Geschwindigkeiten erreichen. Diesem Wunsch trägt eine neue Baureihe Rechnung. Sie ist mit einem verbesserten Kugelrückführsystem ausgestattet, das eine höhere Verfahrgeschwindigkeit erlaubt und zugleich das Antriebsgeräusch deutlich reduziert. Bei einem Spindeldurchmesser von 140 mm und mehr kann dadurch die Rotationsgeschwindigkeit der besonders grossen Kugeln glatt verdoppelt werden.
Standard in hoher Genauigkeit
Hohe Präzision in Standardabmessungen ab Lager – diesen Wunsch haben sicherlich viele Konstrukteure von Maschinenantrieben. Er ist in dieser Kombination nicht leicht zu realisieren. Auf der EMO wurde jedoch eine neue Baureihe von Kugelgewindetrieben in geschliffener Ausführung mit Anschlussmassen nach DIN 69051-5 vorgestellt, die die Genauigkeitsklasse C5 erreichen und ab Lager lieferbar sind. Dank vorgespannter Muttern bewegen sich die Antriebseinheiten ohne Axialspiel. Das schafft die Voraussetzung für einen ruhigen Lauf und sehr gute Positioniergenauigkeit. Zudem zeichnen sich die neuen Kugelgewindetriebe durch geringe Laufgeräusche aus. Im grossen Angebot der Linearantriebe in DIN-Abmessungen unterscheiden sie sich durch ihre hohe Genauigkeit.
Verbesserte Abdichtung ohne Erhöhung der Reibung
Auch bei einem neuen Dichtungskonzept von Kugelgewindetrieben wurden zwei oft genannte Anforderungen verwirklicht, die auf den ersten Blick im Gegensatz zueinander stehen. Denn eine sehr gute Abdichtung des Antriebs geht oft mit erhöhter Reibung einher. Auflösen lässt sich der Gegensatz mit der neuen X1-Dichtung, die anstatt der üblichen Labyrinthdichtung eingesetzt werden kann und die zweifache Dichtwirkung (nach innen und nach aussen) auf zwei Einzeldichtungen aufteilt, deren Form rechnergestützt optimiert wurde. Das Ergebnis: nur noch 3 % Schmutzeintrag im Vergleich zur Labyrinthdichtung, und es tritt nur noch ein Drittel der sonst üblichen Schmierfettmenge aus. Das aus der Vorspannung resultierende Drehmoment wurde durch die verbesserte Dichtung nur um 1 % erhöht. Damit trägt das neue Dichtungskonzept auch zu den Leichtlaufeigenschaften und der Energieeffizienz eines Präzisionsantriebs bei – und es ist ein Baustein des «Green Engineering».
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