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Grosse Objekte aus geringer Distanz vermessen
Der Laser Tracker von API erlaubt die Vermessung grösserer Objekte auch aus geringer Entfernung. Der Tracker-Kopf lässt sich horizontal +/-320 Grad und vertikal +80 bis -60 Grad schwenken, so dass das Messsystem nahe an der zu vermessenden Stelle positioniert werden kann. Über die beiden Winkel und die gemessene Distanz berechnet das 3D-Messsystem die Koordinaten.
Auch mehrere Positionswechsel sind durch das geringe Gewicht und die Kopfgrösse von 36 cm kein Problem. Der Kopf des Laser Trackers ist so konzipiert, dass der Laserstrahl weder durch einen Spiegel noch durch einen Lichtleiter umgelenkt wird. Systemische Messungenauigkeiten durch Umlenkfehler werden dadurch auf ein Minimum reduziert. Zu den weiteren Highlights des Trackers zählt neben den kompakten Abmessungen - es gibt weltweit keinen Laser Tracker, der kleiner ist - auch die überlegene Reichweite von 120 m ohne Standortwechsel.
Neue Fertigungslinie für den Airbus
Die Anwendungsfälle des Laser Trackers bei MCE sind vielfältig. So steht ein finaler Abnahmetest an. Die letzte Messreihe betrifft den Trackbeschlagschlitten, dessen Wiederholgenauigkeit - in 50 Messfahrten ermittelt - 15 Hundertstel betragen muss. Diese Daten müssen noch heute nach Deutschland gesendet werden. Denn ohne diese Werte setzt sich der Prüfingenieur bei Airbus in Hamburg erst gar nicht ins Flugzeug.
Aufgebaut wurde der Bauteilträger durch die HTK Maschinen- und Apparatebau GmbH in Königswiesen bei Linz, in deren Montagehalle auch die Abnahmeprüfung stattfinden wird. Hier entstand eine ganz neue Fertigungslinie für den Airbus. Nach erfolgter Abnahme geht der letzte von sechs Bauteilträgern per Tieflader auf einen 3-Tage-Transport zu Airbus.
Alle Messpunkte in einer Aufstellung
Dort werden sie ebenfalls von der MCE Stahl- und Maschinenbau auf einem Schienensystem von 55 m Länge montiert. Die Höhenabweichungen über die gesamte Länge dürfen nicht mehr als 5/100 mm betragen. «Den Nachweis erbringt der Laser Tracker. Denn hier bleibt einzig und allein der Tracker als mobiles 3D-Messsystem, das diese Messdaten mit der erforderlichen Genauigkeit liefern kann. Und da in diesem Bereich bei Airbus das Messkonzept auf Re-flektoren basiert, setzen wir den Laser Tracker für alle Arbeiten an diesem Bauteilträger ein», berichtet August Katteneder.
Das mobile Messsystem verfügt dabei über einen festen Platz im Inneren der Anlage. Diese ist so konstruiert, dass alle Messpunkte - Referenzpunkte wie auch Messadapter - mit einer einzigen Aufstellung zu erreichen sind. Selbst die Aussparungen und Löcher im Simulationsgewicht wurden symmetrisch ausgeführt, um möglichst realistische Einsatzbedingungen zu erreichen.
Für diesen Einsatz haben die Linzer mehr als 30 hochpräzise Messadapter aus Neusilber mit einer Längengenauigkeit von 1/100 mm produzieren lassen, die in der Produktion der Aufnahme der Abstecker am Rumpfteil dienen. Die Messadapter ermöglichen die Referenzierung im Flugzeugkoordinatensystem. Gemessen wird mit 0,5"- bzw. 1,5"-Messkugeln.
Der API-Laser-Tracker hat sich jedoch auch im Rahmen frei navigierbarer Systeme - unbemannte Stapler - bewährt. Basie-rend auf dem Layout der Hallenkontur werden zwecks Streckenfestlegung Magnete in den Hallenboden gesetzt, mit deren Hilfe sich das unbemannte Fahrzeug anhand der Magnetfelder orientiert. Die genaue Position der Magnete kann nun - im Vergleich zum früher eingesetzten Tachymeter - mit dem Laser Tracker viel präziser vermessen werden.
Als Reisegepäck im Kofferraum oder im Flugzeug
Zurzeit geht es in einem Projekt in Ägypten um einen in Linz gefertigten Wärmetauscher, der nach dem Probezusammenbau in der eigenen Anlagenfertigung nun endgültig vor Ort eingebaut wird. In diesem Zuge ist es für MCE beruhigend zu wissen, dass sie über die Fähigkeiten und das Know-how verfügen, jederzeit den Nachweis erbringen zu können, vorgeschriebene Genauigkeiten und Toleranzen tatsächlich einzuhalten. Schliesslich ist es die konstante und hohe Qualität in der Produktion, die die Linzer zum anerkannten Dienstleistungskonzern und Life-Cycle-Partner hat werden lassen.
Zu den Messeinsätzen und Baustellen im In- und Ausland reisen die Messtechniker zumeist per Flugzeug oder Auto - mit dem Laser Tracker im Kofferraum. «Abgesehen vom Aufwand können wir es uns nicht leisten, den Laser Tracker letztlich - beispielsweise im Flugzeugverkehr - aus Gewichtsgründen als Fracht aufzugeben. Schliesslich ist die Gefahr viel zu gross, dass wir das System am Bestimmungsort nicht sofort aus dem Zoll auslösen können. Kein Messsystem zur Verfügung zu haben, bedeutet aber kostspieligen Leerlauf. Dank der kompakten Abmessungen, des geringen Gewichts und der Portabilität des API-Laser-Trackers können wir ihn aber problemlos als Reisegepäck im Flugzeug transportieren», stellt August Katteneder fest.
AutorTheo Drechsel, D-85716 Unterschleissheim
InformationAutomated Precision Europe GmbHIm Breitspiel 17D-69126 HeidelbergTel. +49 6221 729 805 0Fax +49 6221 729 805 23peter.loewenhaupt@apisensor.comwww.apisensor.com
