Kim Chaignat, gelernte Automatikerin (EFZ) Groupe Recomatic, im SMM-Interview «Ich konnte meinen Tag abwechslungsreich gestalten»

Von Nastassja Neumaier 2 min Lesedauer

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Nach ihrem elften Schuljahr hat Kim Chaignat erfolgreich ihre Ausbildung zur Automatikerin bei Groupe Recomatic abgeschlossen. Sie spricht darüber, was ihr besonders gefallen hat, welche Herausforderungen es gab und was ein Arbeitgeber tun kann, um junge Frauen und Männer für eine Ausbildung zu gewinnen.

Kim Chaignat, gelernte Automatikerin (EFZ), Groupe Recomatic: «Ich glaube fest daran, dass die Zusammenarbeit von Männern und Frauen die besten Ideen für die Entwicklung von Unternehmen hervorbringt.»(Bild:  Groupe Recomatic)
Kim Chaignat, gelernte Automatikerin (EFZ), Groupe Recomatic: «Ich glaube fest daran, dass die Zusammenarbeit von Männern und Frauen die besten Ideen für die Entwicklung von Unternehmen hervorbringt.»
(Bild: Groupe Recomatic)

SMM: Wie verlief Ihre Ausbildung bei Groupe Recomatic?

Kim Chaignat: Nach Abschluss meiner obligatorischen elf Schuljahre begann ich meine Lehre als Automatikerin im Jahr 2018 bei Groupe Recomatic. Ich habe meine Lehre erfolgreich innerhalb der regulären vier Jahre abgeschlossen und meinen Berufsabschluss (EFZ) erworben. Das ermöglichte es mir, ein weiteres Jahr in dem Unternehmen zu arbeiten. Um meine Englischkenntnisse zu verbessern, habe ich Groupe Recomatic Ende 2023 verlassen und einen Sprachaufenthalt in den USA absolviert.

Bevor Sie Ihren Sprachaufenthalt antraten, was genau für Aufgabenbereiche haben Sie nach Ihrer Berufsausbildung bei Groupe Recomatic übernommen?

K. Chaignat: Direkt nach meiner Ausbildung habe ich mehrere Monate im technischen Büro gearbeitet. Dort hatte ich das Glück, das Zeichnen und Optimieren von elektrischen Schaltplänen unserer Maschinen mithilfe der EPLAN-Software zu erlernen (eines der führenden E-CAD-Systeme).

Dadurch konnte ich meine technischen Kenntnisse erweitern und meinen Kollegen bei spezifischen Aufgaben helfen, wie beispielsweise der Umsetzung spezifischer Änderungswünsche innerhalb der elektrotechnischen Schaltschrankplanung. Darüber hinaus war ich auch in der Montage tätig, wo ich mich um die elektrische Verkabelung der Maschinen kümmerte und bei internen Inbetriebnahmen Fehlerbehebungen durchführte.

Diese praktische Erfahrung sowie der Austausch mit den Montagemitarbeitern waren äusserst hilfreich beim Entwickeln von Schaltplänen am E-CAD.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job besonders gut?

K. Chaignat: Ich habe das Glück, einen Beruf zu haben, der es mir ermöglicht, meinen Tag abwechslungsreich zu gestalten.

Ich kann in der Werkstatt verschiedene Komponenten verkabeln, mit verschiedenen Softwareprogrammen programmieren, Schaltpläne von meinem Computer aus erstellen, mit Robotern arbeiten, Fehler beheben oder verschiedene Anlagen in Betrieb nehmen und so weiter. Es ist ein Beruf mit Zukunft, in dem sich die Technik ständig weiterentwickelt.

Wie können Industrieunternehmen für junge Fachkräfte noch attraktiver werden?

K. Chaignat: Meiner Meinung nach ist es von entscheidender Bedeutung, dass Industrieunternehmen jungen Fachkräften zeigen, wie wichtig sie für das Unternehmen sind.

Sie sind die Zukunft der Industrie und sollten ermutigt werden, ihren beruflichen Werdegang voranzutreiben, sei es durch Weiterbildung oder das Erlernen neuer Sprachen.

Wie würden Sie anderen jungen Frauen Mut machen, einen Berufsweg in der Industrie einzuschlagen?

K. Chaignat: Man darf keine Angst haben, sich etwas zu trauen! Frauen haben in der Industrie genauso viel zu bieten wie Männer. Ich glaube fest daran, dass die Zusammenarbeit von Männern und Frauen die besten Ideen für die Entwicklung von Unternehmen hervorbringt. Die Vielfalt an kreativen Köpfen ist es, die Unternehmen, unabhängig von ihrer Branche, stark macht.

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