iglidur on Tour Igus als Weltenbummler

Redakteur: Silvano Böni

Anlässlich des 30 jährigen Jubiläums seiner Polymer-Gleitlager «iglidur» sowie des 50 jährigen Firmenbestehens schickt die Igus GmbH einen umgebauten Kleinwagen um die Welt. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Köln an den verschiedensten Stellen mit «iglidur»-Gleitlagern ausgerüstet. Der offizielle Startschuss für die Reise fiel am Hauptstandort bei Igus in Köln.

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Momentan noch eine Bildmontage, bald tatsächlich auf indischen Straßen unterwegs: Der iglidur-Kleinwagen.
Momentan noch eine Bildmontage, bald tatsächlich auf indischen Straßen unterwegs: Der iglidur-Kleinwagen.
( © Melissa Schalke - Fotolia)

Auf der Kunststoffmesse «K» im vergangenen Jahr wurde das Projekt «iglidur on Tour» offiziell von dem Kölner Tribopolymer-Experten vorgestellt. Anlässlich des 30- jährigen Jubiläums seiner Polymer-Gleitlager «iglidur» sowie des 50 jährigen Jubiläums schickt Igus nun einen umgebauten Kleinwagen um die Welt.

Plastics for longer life

Reibungsarmer Trockenlauf ist die moderne Lösung für eine Vielzahl von bewegten Anwendungen. Igus forscht deshalb seit Jahrzenten auf diesem Gebiet im hauseigenen Testlabor, um die eigenen Produkte ständig weiter zu verbessern. Um zu beweisen, was die getestete Kunststofftechnologie zu leisten vermag, hat sich der Kölner Gleitlagerspezialist dazu entschlossen, einen Kleinwagen mit «iglidur» Komponenten auf eine Weltreise über Asphalt-, Schotter- und Schlamm-Pisten auf vier Kontinenten zu schicken. Dort soll er den Leitspruch des Unternehmens «plastics for longer life» global verbreiten. Als erste Station wird der Kleinwagen nach Indien reisen, wo er auf der Messe «Auto Expo» ausgestellt wird. Im Anschluss daran reist er nach China, wo er einen Monat lang zu verschiedenen Zielen im Land fahren wird. Mit Japan, Südkorea und Taiwan folgen danach weitere Länder im asiatischen Raum bevor Überführung nach Amerika anstehen wird. Dort ist unter anderem eine Etappe von Küste zu Küste quer durch Kanada und die USA geplant. Im Anschluss daran steht Europa auf dem Tourplan, wo ebenfalls verschiedene Kunden, Messen und Igus-Niederlassungen besucht werden. Jede Station und jeder Kilometer können im Detail auf «blog.igus.de/iglidurontour» mit- und nachverfolgt werden.

Plastination des Kleinwagens

Voraussetzung für den ambitionierten Praxistest war die Umrüstung des Autos durch ein Team der Fachhochschule Köln unter Leitung von Herrn Johannes Thomé und dem Gleitlager-Entwickler Michael Krug. Dabei galt das Prinzip, alles durch Kunststoffe von Igus zu ersetzen, was technisch und gemäss den TÜV-Vorschriften möglich ist. Die Metalllager am Bremspedal, beim Scheibenwischer und Fensterheber, im Schaltmodus, in der Sitzkonsole, an der Handbremse, am Startgenerator, an der Drosselklappe und beim Verdeck wurden durch reine Polymerlager ersetzt. Viele Module mussten bis in die Einzelteile zerlegt und wieder werks- und funktionsgetreu zusammengebaut werden. Zum Teil mussten aber auch mit CAD-Modellen passgenaue Ersatzstücke erarbeitet und dann aus «iglidur»-Halbzeug die entsprechende Komponenten gefräst oder gedreht werden. Zahlreiche Reihen der 45 unterschiedlichen «iglidur»-Katalogwerkstoffe sind dabei zum Einsatz gekommen. So konnten an insgesamt 56 Lagerstellen Igus-Hochleistungskunststoffe verbaut werden.

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