Bosch Rexroth eröffnet für die Vernetzung von Automation und IT viele Möglichkeiten

Industrie 4.0 braucht Mehrsprachigkeit

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Datenzugriff in verschiedenen Hochsprachen ...

Neben VBA zur Einbindung der Office-Welt in die Automation unterstützt das Open Core Interface weitere Hochsprachen wie C/C++, C# (.NET), Java und Lua sowie sämtliche Programmierumgebungen mit Einbindung von Microsoft-COM-Bibliotheken. Die entscheidende Kompatibilität mit den unterschiedlichen Programmierumgebungen erreicht Bosch Rexroth durch ein nachinstallierbares, kostenlos zur Verfügung gestelltes Software Development Kit (SDK), das thematisch geordnete Funktionsbibliotheken für den direkten Zugriff auf alle Daten und Funktionen sämtlicher unterstützter Steuerungen wie IndraMotion MLC bereitstellt. Die bisherigen Programmier- oder Konfigurationsarbeiten an der Steuerung sind somit hinfällig.

… und mit verschiedenen Tools

Dank dieser Vereinfachung können nicht nur verschiedene Fachabteilungen mit unterschiedlichen Tools auf eine Maschine zugreifen. Vielmehr eröffnet sich Maschinenherstellern, Systemintegratoren und Endanwendern die Chance für eine effiziente Standardisierung ihrer Automatisierungslösungen. Denn dieselben Tools lassen sich beispielsweise für alle Maschinen einer Produktionslinie verwenden, selbst wenn deren Steuerungen von verschiedenen Herstellern stammen. Auf Basis des Open Core Interface können Produktionsfirmen über den Ethernet-basierten Daten-Highway nicht nur sämtliche Produktionsdaten dezentral per Tabellenkalkulation verwalten, sondern viele Unternehmensziele realisieren, die mit Industrie 4.0 in Verbindung stehen – vom unternehmensweiten Condition Monitoring über eine detaillierte Erhebung des Energieverbrauchs nach einzelnen Aktoren bis hin zur Berechnung der Overall Equipment Efficiency (OEE) anhand der einzelnen Verfügbarkeitsdaten.

Steuerungsinformationen via integriertem OPC-UA-Server

Im Sinne einer weitreichenden Konnektivität, also der Fähigkeit zum systemübergreifenden Informationsaustausch, unterstützt Bosch Rexroth mit Open Core Engineering umfangreich das Ethernet-basierte Standardprotokoll OPC UA (Unified Architecture), auf welches sich die Automatisierungsbranche für die Kommunikation von Maschine zu Maschine verständigt hat. Weil sich die Vision von Industrie 4.0 auf Produktionsebene nicht ohne Service Orientierte Architekturen (SOA) umsetzen lässt, hat das Unternehmen die Funktionen des in die Steuerungssysteme integrierten OPC-UA-Servers im letzten Jahr noch einmal erheblich erweitert. So erhalten Anwender nun den Zugriff auf sämtliche Geräteinformationen und -funktionen über deren Abbildung im OPC-UA-Adressraum. Das hat den Vorteil, dass sich serviceorientierte Lösungen und die automatisierte Datenaufbereitung für beispielsweise ein übergreifendes Condition Monitoring oder Energiemanagement viel einfacher implementieren lassen wie bisher.

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