Intelligente Orthopädieprodukte
Orthopädietechnik gilt als extrem zukunftsorientiert. Um diesem Ruf gerecht zu werden, kooperieren die Forscher des Fraunhofer IPA gerne mit Entwicklern und Konstrukteuren verschiedenster Branchen. Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtspezialisten werden ebenso einbezogen wie Werkstoffexperten und verschiedenste Fachleute der Automatisierungs- und Antriebstechnik. Die Medtec Europe 2010 und das dort veranstaltete Innovationsforum für Orthopädietechnik gewährte entscheidende Einblicke in die Zukunft.
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Menschen werden immer älter und erwarten auch im hohen Alter viel Mobilität und Beweglichkeit. Entsprechend wachsen die Nachfragen und damit der Markt für Orthopädietechnik seit Jahren stetig. Bereits im Jahr 2006 wurde laut Frost & Sullivan in diesem Segment weltweit gut eine Milliarde Dollar umgesetzt. Nach Überzeugung von Branchen-Experten ist mit dem Marktwachstum noch lange nicht Schluss.
Dr. med. Urs Schneider, Leiter Orthopädietechnik am Fraunhofer IPA, macht deutlich: «Wir gehen davon aus, dass der Bedarf für Orthopädie und Rehabilitation in naher Zukunft bei einem Volumen von über drei Milliarden Euro liegen wird - allein in Deutschland. Der Anteil an Orthopädietechnik wird dabei kein unwesentlicher sein.»
Prothesenfüsse: an Aktivitäten anpassbar
Dabei nimmt insbesondere der Bedarf an künstlichen Gelenken und Prothesen für die unteren Extremitäten zu. Ausserdem werden mobile Rehabilitationshilfen zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten und Personen mit anderen Lähmungserscheinungen verstärkt benötigt. Wichtige Lösungsansätze gehen nun dahin, dass einige Orthopädieprodukte in gewisser Weise intelligenter werden. Das heisst zum Beispiel, dass es künftig Prothesenfüsse geben wird, die sich selbständig an verschiedenste Alltagsaktivitäten anpassen können.
