Kabellose Sicherheit für Lufthansa-Werfthalle
Die Entwicklung einer innovativen und tragfähigen Steuerungs- und Kommunikationslösung unter extremem Zeitdruck und in einem schwierigen Umfeld ist eine exzellente Leistung. Gelungen ist dieses Meisterstück den Projektverantwortlichen des Unternehmens Bürge-Fischer AG im Rahmen einer Erneuerung der Steuerung von Wartungsplattformen in einer Lufthansa-Werfthalle in Hamburg.
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joe. Für die Instandhaltung und Reparatur von Flugzeugen der Lufthansa und anderer Airlines betreibt die Lufthansa Technik in Hamburg ein Überholungs-, Entwicklungs- und Logistikzentrum mit rund 10000 Mitarbeitern. In einer speziell dafür eingerichteten Halle werden Flugzeuge lackiert. Für Arbeiten an der Aussenhaut der Flugzeuge wie schleifen, reinigen und lackieren werden sechs Arbeitsplattformen eingesetzt, die an Matrix-Kranbahnen hängen und wie eine Teleskop-Hebebühne nach unten und oben bewegt werden können. Speziell daran ist, dass die Plattformen die Kranbahnen frei wechseln können.
Die Anlage wurde 1990/91 gebaut und musste wegen der veralteten Steuerungstechnik und der daraus resultierenden Störungsanfälligkeit sowie wegen Ersatzteilemangel erneuert werden. Im Vordergrund stand ein Ersatz der elektrischen Sicherheitsverriegelungen. Der Auftrag für die Erneuerung des Steuerungskonzepts einschliesslich Austausch der Datenübertragung und der Bedieneinheiten ging an die Firma Bürge-Fischer AG, Industrieautomation in Safenwil (bfag).
Innovativer Technologie-Cocktail
Die von bfag konzipierte Lösung basiert auf einer Ethernet-Kommunikation mit rund 50 Teilnehmern. Mit diesem Systemaufbau wird der Zugriff von jedem Punkt auf jede Komponente gewährleistet, auch über Fernzugriff. Die Sicherheitsfunktionen wurden mit «Distributed Safety» realisiert und das Ganze mit Wireless-LAN kombiniert - insgesamt ein Technologie-Cocktail, der einiges an Herausforderungen beinhaltete.
«Siemens ist der einzige Anbieter, der die Kombination Wireless und Safety zum heutigen Zeitpunkt realisieren kann», meint Georg Peter, der das Projekt als Softwareingenieur für bfag begleitete.
