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Entscheidung für Studer aufgrund der Schleifsoftware
In engerer Wahl standen drei Schleifmaschinenhersteller. Dass in die Studer S33 investiert wurde, lag an ihrer einfachen Bedienung und konkret an dem Softwaretool «Studer Technology». Hinter der Einfachheit der Bedienung der Studer S33 steckt eine hochgradig intelligente Software. Philippe Schmider: «Studer hat die Schleifsoftware Studer Technology entwickelt, um die Anwender zu unterstützen. So werden nach Eingabe einiger Richtwerte die Fertigungsdaten des Schleifprozesses mehr oder weniger vollständig von der Software vorgeschlagen. Dadurch ist es möglich, dass versierte Fertigungsspezialisten aus dem Dreh-Fräsbereich sofort in die Schleiftechnik einsteigen können.»
Wir hatten «null Ahnung» vom Schleifen
M. Wagner: «Studer war nicht die kostengünstigste Schleifmaschine. Die wesentlichen Aspekte, in eine Studer zu investieren, waren zum einen unsere räumliche Nähe zum Hersteller (Stichwort Service) als auch die Technologie, über die Studer verfügt. Die Software ‹Studer Technology› hat uns absolut überzeugt; ich denke, das war matchentscheidend. Sie müssen wissen, wir hatten ‹null Ahnung› vom Schleifen. Und wir haben auch keine Mitarbeiter, die Schleifen beherrschten. Ich habe zuletzt während meiner Polymechaniker-Ausbildung geschliffen. Die Spezialisten von Studer sagten uns, die Software ‹Studer Technology› würde uns erheblich beim Einrichten und Programmieren der Maschine unterstützen. Allerdings ist man skeptisch, denn versprochen wird schnell noch etwas, wenn dann die Maschine in der Fertigungshalle steht und nicht bedient werden kann, wäre das dann doch eine Investition, die nach hinten losgegangen wäre. Es kam dann aber doch alles so, wie Studer uns das versprochen hatte. Vielleicht sogar besser, das war schon beeindruckend.»
Daten aus unzähligen Schleiftests
Philippe Schmider: «Unsere Software-Entwickler aus Thun fütterten das Programm ‹Studer Technology› mit den Daten aus unzähligen Schleiftests, in denen sie sich bei verschiedensten Werkstücken immer wieder an das Optimum herangearbeitet hatten. ‹Studer Technology› findet somit die besten Schleifparameter.» Wie Fred Gaegauf (Geschäftsleiter) während der Prodex-Award-Verleihung bereits im November 2012 gegenüber dem SMM hervorhob, nimmt Software einen immer stärkeren Stellenwert bei den Studer-Schleifmaschinen ein. Mittlerweile sind über 5 % der Studer-Mitarbeiter Software-Spezialisten. Die Schleifspezialisten können ihr gesamtes Know-how dem Finetuning widmen. Nach Aussage von Philippe Schmider gibt es derzeit keinen anderen Schleifmaschinenhersteller, der eine ähnliche Technologie wie ‹Studer Technology› anbieten kann.
Marcel Wagner kann das bestätigen und hat bereits hervorragende Erfahrungen gemacht: «Im Prinzip muss ich als Fertigungsspezialist wissen, welche Parameter entscheidend sind. Hier spielen zum einen die Toleranzen als auch die Oberflächen eine Rolle. Ich gebe die Schleifscheibenspezifikationen an, Werkstückmaterial, Härte und gebe an, ob der Fokus eher auf schnellen Vorschub oder gute Oberfläche gelegt werden soll. Aufgrund dieser Werte macht die Maschine einen Vorschlag der Schnittfolge und Schnittwerte. Bisher habe ich das immer direkt übernommen, wie mir es ‹Studer Technology› empfohlen hat. Das hat immer funktioniert, ohne Ausschussteile.
Studer Technology empfiehlt auch Schleifscheibentyp
Auf die Frage, ob die Software auch Unstimmigkeiten bemerkt, antwortet M. Wagner: «Ja, absolut. Ich hatte einmal einen besonderen Werkstoff zu schleifen; da gab ‹Studer Technology› den Hinweis, dass die aktuell eingesetzte Schleifscheibe für den Werkstoff nicht geeignet sei. Und machte zudem den Vorschlag, welche Schleifscheibentypen ideal seien für dieses Bauteil. Das habe ich entsprechend gemacht und anschliessend waren Toleranzen als auch das Schliffbild absolut perfekt.»
In nur einer Woche produktiv
Auf die Frage des SMM, wie lange es gedauert hat, bis sie den Schleifprozess beherrschten, sagte M. Wagner: «Die Maschine wurde an einem Montag aufgestellt. Bereits am Mittwochabend haben wir unsere ersten Test-Teile geschliffen, am Donnerstag haben wir bereits Kunden-Teile geschliffen: Ab Freitag wurde die Maschine voll in die Produktion eingebunden. Das alles in nur einer Woche, das war sensationell.» Ob sich die Investition gelohnt hat? Hier antwortet M. Jauer ohne zu zögern: «Von dem Moment an, als wir die Maschine im Haus hatten, war das wirtschaftlich. Ich hatte mir das nicht in der Geschwindigkeit vorgestellt, das war schon verrückt, wie schnell wir in das Schleifen reingekommen sind. Wir sind zudem extrem flexibel geworden.» SMM
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