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Digitalisierungsinvestitionen sinken
Ein wichtiger Indikator für den Digitalisierungsgrad der Schweizer Wirtschaft ist der Anteil der Digitalisierungsinvestitionen an den gesamten Bruttoinvestitionen der Unternehmen. Zwischen 2013 und 2015 verwendeten die Unternehmen in der Schweiz über 16 Prozent ihrer Investitionen für die Digitalisierung. Dieser Wert ist gegenüber den Vorjahren jedoch tiefer.
Gefragt nach den Einsatzhemmnissen der digitalen Technologien, gaben die Firmen fehlende verfügbare Qualifikationen und komplexe Arbeitsabläufe an. Kleinen Betrieben fehlen zudem die finanziellen Mittel. Dagegen bremst bei grossen Unternehmen die technische Komplexität die Entwicklung. Eine detailliertere Betrachtung der Sektoren zeigt, dass der Rückgang auf die Finanzbranchen, nichttechnische unternehmensnahe Dienstleistungen und Medien zurückzuführen ist. Diese Sektoren verzeichneten in den letzten beiden Vergleichsperioden (2012/13 bis 2014/15) eine Abnahme des Investitionsanteils um neuen Prozentpunkte. In der Industrie ist im gleichen Zeitraum eine Aufstiegstendenz zu verzeichnen. «In der Hightech-Industrie war der Zuwachs in der letzten Periode mit 2,4 Prozentpunkten besonders deutlich», erklärt Wörter. «Der internationale Wettbewerb setzt diese Branche stark unter Druck, besonders auch durch den starken Franken. Moderne Technologien sind eine Variante, die Produktionskosten zu reduzieren.»
Die KOF-Studie bildet den status quo ab. Vertiefende Analysen sollen zeigen, welche Faktoren die Digitalisierung hierzulande antreiben. «Die Intensität des Wettbewerbs, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen usw. sind wahrscheinlich treibende Kräfte. Die Digitalisierung der Wirtschaft wird sich zukünftig verstärken», resümiert Wörter. -sc-
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