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Da oft bei engen Verhältnissen operiert werden muss, ist eine kompakte Bauweise gefragt. Mit einer Breite von 417 mm (Laufketten) beziehungsweise 535 mm (Räder) sowie einer Länge von maximal 1280 mm, 758 mm normale Fahrkonfiguration, einer Höhe von (Auslegerarm eingeklappt) 504 mm (mit Kette) beziehungsweise 524 mm (Rad) findet der Unterbau auch durch enge Gänge. Um den Aktionsradius möglichst gross zu halten, verlängert ein Teleskoparm die Reichweite des Aufklärungskopfes auf bis zu 2,10 m. Gleichzeitig kann der Kopf auch so weit abgesenkt werden, dass er unter Fahrzeugböden sehen kann. Ein tiefer Schwerpunkt und robuste Laufketten bieten dabei ein standfestes Fundament für wackelfreie, scharfe Aufnahmen oder präzise Manipulationen mit dem Ausleger. Je nach Geländeanforderungen gibt es für das Fahrwerk auch zusätzliche Räder. Das erlaubt auf befestigtem Untergrund höhere Fahrgeschwindigkeit und erhöht so die Mobilität.
Das komplette Fahrzeug ist aus leicht tragbaren Modulen vor Ort schnell zusammengebaut. Das erleichtert den Transport und gibt den Experten die Möglichkeit, durch Modulauswahl fallweise das richtige Werkzeug einzusetzen. So stehen neben einer Vier-Farb-Kamera zahlreiche Module bereit wie beispielsweise unterschiedliche Waffen (um z. B. Schlösser aufschiessen zu können), Module mit Röntgengerät, eine Wasserstrahlschneideeinheit und vieles mehr. Ein optionaler Anhänger kann zusätzliche Ausrüstung transportieren.
Individuelle Lösungen aus dem Baukasten
So unterschiedlich wie die Einsatzbereiche sind auch die eingesetzten Antriebe. Alle unterliegen jedoch Universalanforderungen wie Zuverlässigkeit, kleinstmögliche Bauform, hohe Leistung bei feinfühligem Betrieb und ein möglichst hoher Wirkungsgrad für eine lange Akkueinsatzdauer. Die Produktphilosophie des Guardian und die der Antriebsmotoren von Faulhaber gleichen sich insofern, als in beiden Fällen auf ein modular aufgebautes Produkt für einen möglichst weiten Einsatzbereich gesetzt wird.
Je nach Aufgabe werden Motoren und Getriebe ausgewählt und entsprechend der Leistungsanforderung kombiniert. So erhalten die 4 Antriebsmodule ihre Kraft durch je einen Motor mit 38 mm Durchmesser und mit durchmesserkonformem Planetengetriebe. Mit über 200 W und rund 150 mNm an der Motorwelle reichen die zusammen rund 1 PS leistenden Motoren aus, um das Fahrzeug samt Ausrüstung durchs Gelände oder über Steigungen zu bewegen.
Zwei baugleiche Motoren mit anderer Untersetzung sind für das Heben und Senken des Teleskopauslegers zuständig. Durch die breite Getriebepalette an Untersetzungen können so Abtriebsdrehmoment und Geschwindigkeit in beiden Fällen optimal gewählt werden. Kleinere 32-mm-Motoren mit rund 80 W fahren den Teleskoparm ein und aus. Um das Kopfgewicht klein zu halten, bedienen leichte Antriebe mit 26 mm Durchmesser und 44 W Leistung die Funktion «Kopf drehen und kippen». Die Kamera und optionale Waffen wiederum werden über 2 gleiche Antriebe mit 23 mm Durchmesser und rund 20 W bewegt. Der Manipulator dagegen arbeitet funktionsbedingt mit je einem 23- und einem 26-mm-Antrieb.
Alle Motoren sind in robuster DC-Bürstentechnik aufgebaut und können so bereits bei kleinsten Spannungen anlaufen. Auch die vergleichsweise einfache und robuste Antriebssteuerung über Pulsweitenmodulation ist für diesen Einsatzfall ideal geeignet.
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