KOF prognostiziert geringes BIP-Wachstum

Redakteur: Redaktions Team

Die Schweizer Wirtschaft hat in der zweiten Jahreshälfte 2009 aus der Rezession herausgefunden. Im Vorjahresvergleich schrumpfte sie dennoch um 2.9%. In diesem Jahr wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) wieder zunehmen (0.6%).

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Steigende Warenexporte und die stabile Konsumentwicklung stützen den moderaten Aufschwung. Die Zinsen bleiben weiterhin tief, ebenso die Teuerung. 2011 wird das BIP mit etwa 1.5% wachsen. Die Arbeitslosigkeit wird dann ihren Höchststand von 4.8% erreichen.Die KOF prognostiziert, dass das Wachstum für dieses (0.6%) und nächstes Jahr (1.5%) bescheiden bleiben wird. Da der Konjunkturverlauf in wichtigen europäischen Nachbarländern 2010 eine Delle aufweisen dürfte, wird der von der anziehenden Exportnachfrage ausgehende Konjunkturimpuls in diesem Jahr eine Pause einlegen. Die Warenexporte entfalten im weiteren Prognosezeitraum aber wieder eine beschleunigte Dynamik. Insgesamt nehmen sie 2010 um 2.2% zu. Die Bauinvestitionen wachsen auch dieses Jahr weiter (0.4%), vor allem dank der vorgezogenen Infrastrukturbauten und der anhaltend positiven Entwicklung des Wohnbaus. Die Ausrüstungsinvestitionen beenden mit der einsetzenden wirtschaftlichen Erholung ihre Talfahrt langsam (–2.8%). Bereits ab dem 2. Quartal 2010 nehmen sie im Verlauf wieder zu. 2011 wachsen sie dann prognostiziert um 6.3%.